Vergleich

Preis und Leistung bei Krankenkassen variieren stark

Die Preise der gesetzlichen Krankenkassen gestalten sich höchst unterschiedlich, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung. Der Preis ist aber nicht das einzige, was für Versicherte zählen sollte. Die gute Nachricht: Verbraucher können sich die Kasse aussuchen.

Krankenkasse© Marco2811 / Fotolia.com

Berlin - Beiträge, Service, Extras: Es gibt große Preis- und Leistungsunterschiede bei den gesetzlichen Krankenkassen. Ein Vergleich kann sich lohnen. Das zeigt eine Untersuchung der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 06/17) von 75 Kassen. Deren Beitragssätze lagen im Mai 2017 zwischen 14,9 und 16,4 Prozent. Je nach Höhe des Gehalts sind bei günstigeren Sätzen mehrere Hundert Euro Ersparnis im Jahr drin, wie die Tester vorrechnen.

Welche Zuschüsse bietet die jeweilige Krankenkasse?

Auch Zuschüsse für Leistungen sollten Verbraucher prüfen. Für Osteopathie-Behandlungen etwa zahlen 33 Kassen im Vergleich 200 Euro oder mehr zu. Ähnlich viele (27) bezuschussen Zahnreinigungen beim Arzt der Wahl mit jährlich mindestens 50 Euro. Die Extraleistungen hängen nicht unbedingt von der Höhe der Beiträge ab. Auch günstige Anbieter können zum Teil bei den Zuschüssen überzeugen.

Weitere Unterschiede zwischen den Kassen gibt es im Service. Knapp ein Drittel von ihnen (23) punkten hier besonders. Diese bieten eine 24-Stunden-Medizinhotline, organisieren Spezialisten für medizinische Zweitmeinungen und helfen beim Ausmachen von Facharztterminen.

Was gilt bei einem Wechsel?

Gesetzlich Versicherte haben die freie Kassenwahl. Einzige Voraussetzung: Die Kasse ihrer Wahl muss auch in ihrem Bundesland tätig sein. Die alte Mitgliedschaft können sie mit einer Frist von zwei Monaten kündigen. Vor einer regulären Kündigung muss man für 18 Monate Mitglied bei der Kasse gewesen sein. Wird der Beitrag dagegen angehoben, gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Außerdem sollte man bedenken: Von der bisherigen Kasse genehmigte Leistungen kann die neue Kasse erneut überprüfen, etwa Rehasport oder Psychotherapie. Und sie kann sie danach gegebenenfalls verweigern.

Quelle: DPA

Das könnte Sie auch interessieren
  • Geldanlage

    Krankenversicherung: Versicherte zahlen bei Wahltarif womöglich drauf

    Die Idee leuchtet ein: Wer sich bei seiner Krankenkasse für einen Wahltarif mit Kostenerstattung entscheidet und ein Jahr lang keine Leistungen benötigt, bekommt einen Teil seiner Beiträge zurück. Doch Versicherte, die sich für ein derartiges Sparmodell entschieden haben, zahlen jetzt womöglich drauf.

Top