Erklärung im Bundestag

PR zur Abschaltung Obrigheims kostete 400 000 Euro

Von der Opposition zu den Auswirkungen der Öffentlichkeitsarbeit des Umweltministeriums auf die Steuerzahler anlässlich der Stilllegung des Kernkraftwerkes Obrigheim befragt, bezifferte die Regierung die allgemeinen PR-Kosten auf etwas mehr als 400 000 Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auf etwa 406 000 Euro werden die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit aus Anlass der Stilllegung des Atomkraftwerks Obrigheim beziffert. Dies erklärt die Bundesregierung in der Antwort (Bundestagsdrucksache 15/5552) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU (Bundestagsdrucksache 15/5502) zu den "Auswirkungen der Öffentlichkeitsarbeit des Umweltministeriums auf die Steuerzahler anlässlich der Stilllegung des Kernkraftwerkes Obrigheim".

Laut Antwort sind für die Erstauflage einer Broschüre bislang 52 440 Euro angefallen und für die Beilage der Broschüre in drei Zeitungen weitere Kosten in einer Gesamthöhe von 136.138 Euro. Die erwarteten Kosten für ein Großposter sind mit 32.500 Euro beziffert, für dessen Anbringung sowie für die Schaltung des Postermotivs in Berliner Zeitungen anlässlich des 19. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden 18.000 Euro fällig. Die Anzeigen im Spiegel, Focus, Stern und Die Zeit zur der Stilllegung des AKW Obrigheim werden voraussichtlich 155.000 Euro betragen, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Solaranlage Einfamilienhaus

    Solarstromspeicher sollen nicht weiter gefördert werden

    Die Förderung für Solarstromspeicher soll zum Jahresende abgeschafft werden. Das geht aus einem Schreiben des Bundeswirtschaftsministers an den Wirtschaftsausschuss des Bundestages hervor. Kritisiert wird das vor allem im Hinblick auf die kürzlich bewilligte Braunkohle-Subventionierung.

  • Atomenergie Gefahr

    Stresstest: Nicht genug Atom-Rückstellungen für den "Worst Case"

    Der Stresstest zu den Rückstellungen der Atomkonzerne sorgt für Unstimmigkeiten in der Politik. Während Sigmar Gabriel die Ergebnisse dahin gehend interpretiert, dass die Gelder der Konzerne ausreichen werden, warnt die Opposition davor, sich auf den Ergebnissen auszuruhen. Der Test zeigt auch, dass die Rückstellungen bei ungünstigen Umständen bei weitem nicht ausreichen würden.

  • Strompreise

    Trittin: Abschaltung des AKW Obrigheim ist ein "Stück Energiewende"

    Während sich Umweltminister Jürgen Trittin vom Abschalten des AKWs Obrigheim morgen erfreut zeigte und von einem "neuen Energiezeitalter" sprach, warf ihm der Umweltexperte der CDU, Peter Paziorek die Verschwendung von Steuergeldern für ideologische Zwecke vor. Auch von BW-Wirtschaftsminister Pfister hagelte es Kritik.

  • Hochspannungsmasten

    BMU-Broschüre informiert über Atomausstieg und Energiewende

    Das Magazin informiert anlässlich der Stillegung des Atomkraftwerkes Obrigheim über den Atomausstieg sowie die Energiewende von Tschernobyl bis hin zum weltweiten Boom der erneuerbaren Energien. Mit dem Abschalten dieses Atommeilers sei bereits ein Drittel des Atomausstiegs geschafft.

  • Hochspannungsleitung

    Bundesumweltminister Trittin würdigt Arbeit der Strahlenschutzkommission

    Seit 30 Jahren ist die Strahlenschutzkommission die wissenschaftliche Basis für rechtliche Regelungen im Strahlenschutz und vertrete dabei auch unangenehmen Positionen. Wie Bundesumweltminister Tritin betont, ist die Arbeit der Kommission in Zukunft wichtiger als je zuvor.

Top