Kapitalerhöhungen

Polnisches Innenministerium genehmigt Verkauf der GPEC

Die Stadtwerke Leipzig konnten nach Abschluss aller notwendigen Genehmigungsverfahren jetzt den Erwerb der Gdansker Fernwärmeversorgung perfekt machen. Die Stadtwerke verstehen Fernwärmeversorgung als eine ihrer Kernkompetenzen und streben deshalb insbesondere dort Mehrheitsbeteiligungen an.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Das polnische Innenministerium hat jetzt den Verkauf von 75 Prozent der Anteile des Fernwärmeversorgers GPEC in Gdansk (Danzig) an die Stadtwerke Leipzig genehmigt. Im Mai 2003 hatte die Stadtverordnetenversammlung in Gdansk den Verkauf an die Stadtwerke Leipzig beschlossen. Nachdem nun alle notwendigen Genehmigungsverfahren in Polen abgeschlossen wurden, haben gestern die beiden Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, Dr. Thomas Severin und Wolfgang Wille, die Kaufverträge in Gdansk unterzeichnet.

Zum Jahresende 2003 haben die Stadtwerke Leipzig außerdem Kapitalerhöhungen bei den beiden anderen polnischen Beteiligungsunternehmen in Starogard Gdanski und in Tczew vorgenommen. In Tzcew besitzen die Stadtwerke Leipzig nun 90 Prozent der Gesellschafteranteile. Die Stadtwerke Leipzig hatten vor drei Jahren 85 Prozent des Fernwärmeversorgungsunternehmens in Tzcew erworben. Das Unternehmen setzt rund 117 000 MWh pro Jahr Fernwärme ab, bei einem Umsatz von umgerechnet 3,4 Millionen Euro.

Am Fernwäremunternehmen in Starogard Gdanski hatten die Stadtwerke Leipzig vor zwei Jahren 40 Prozent der Anteile erworben. Durch die Kapitalerhöhung besitzen die Stadtwerke jetzt 59 Prozent der Anteile. Durch die Kapitalerhöhungen in beiden Gesellschaften können dringend benötigte Investitionen für Neuanschlüsse und Modernisierungen durch die beiden Unternehmen getätigt werden, hieß es in Leipzig.

Durch die Kapitalaufstockung in Starogard Gdanski haben die Stadtwerke Leipzig jetzt an allen drei polnischen Fernwärmeunternehmen die Mehrheit. Die Stadtwerke Leipzig verstehen Fernwärmeversorgung als eine ihrer Kernkompetenzen und streben deshalb Mehrheitsbeteiligungen an, um das eigene Know-how in der unternehmerischen Führung umzusetzen.

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