Appell

Polizeigewerkschaft: "Castor-Transport verschieben"

Derweil der Euro rollt, soll der Castor stehen bleiben: Die Polizei benötigt alle Einsatzkräfte für den Schutz von Geldtransporten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Gerhard Vogler, hat sich dafür ausgesprochen, den für November geplanten Castor-Transport nach Gorleben zu verschieben. Hintergrund des Appells ist die Einführung des Euros: Während der Umtauschphase, die bis Februar nächsten Jahres dauert, müsse die Polizei "über etliche Wochen hinweg rund um die Uhr in großer Zahl in der Öffentlichkeit präsent sein", um Überfälle auf Geldtransporter und Privatpersonen zu verhindern, so Vogler.

Laut Vogler müsse man deshalb auf planbare polizeiliche Großeinsätze, die viele Einsatzkräfte erfordern, verzichten - wobei die Polizeigewerkschaft freilich in erster Linie den personalintensiven Castor-Transport im Auge hat. "Erfahrungsgemäß brauchen wir bis zu 30.000 Beamtinnen und Beamte, um einen solchen Transport zu schützen. Gleichzeitig stehen wir mit der Euro-Bargeldeinführung vor einer der größten Herausforderungen seit langem. Deshalb muss auf diesen Transport verzichtet werden", sagte Vogler.

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