Zusammenarbeit

Polen zeigt Interesse an Energieprojekten in der Lausitz

Polen zeigt Interesse an Energieprojekten in der Lausitz. Vizepremier Waldemar Pawlak besuchte am Freitag gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Unternehmen in der Region.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/red) - "Es gehört für mich zum Ton guter Nachbarschaft, dass wir bei einem so wichtigen Thema wie der Energiesicherheit und dem Klimaschutz eng zusammenarbeiten und uns unterstützen", sagte Platzeck. Die Erfahrungen Brandenburgs beim Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der klimaschonenden Braunkohleverstromung fänden international zunehmend Beachtung.

Pawlak und Platzeck besuchten unter anderem die Pilotanlage zur CO2-Abscheidung bei der Braunkohleverstromung im Kraftwerk Schwarze Pumpe. In Lauchhammer besichtigten die Politiker das Werk des Windkraftanlagenherstellers Vestas und eine hauptsächlich auf der Basis von Mais arbeitende Anlage zur Produktion von Biogas.

Atomkraftwerk in Grenznähe

Im Februar bekanntgewordene Pläne Polens zum Bau zweier Kernkraftwerke bis 2025 hatten für Kritik in Brandenburg gesorgt. Einer der acht diskutierten Standorte könnte in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal liegen. Die Brandenburger Grünen hatten Platzeck vor dem Besuch aufgefordert, sich bei Pawlak für eine Abkehr von diesen Plänen einzusetzen.

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