Reform

Platzeck fordert energiepolitisches Gesamtkonzept für Deutschland

Deutschland braucht nach Ansicht von Brandenburgs Ministerpräsident und SPD-Chef Matthias Platzeck ein tragfähiges energiepolitisches Gesamtkonzept. Er plädierte dafür, die Energiepolitik in die allgemeine Reformpolitik einzuordnen und die Kosten für Wirtschaft und Verbraucher zu reduzieren.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Deutschland braucht nach Ansicht des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) ein tragfähiges energiepolitisches Gesamtkonzept. Die Energiepolitik müsse in die allgemeine Reformpolitik eingeordnet werden, sagte er bereits am Freitag anlässlich der Auszeichnung des Vattenfall-Vorstandsvorsitzenden Klaus Rauscher als "Energiemanager des Jahres 2005" in Berlin.

Platzeck plädierte zugleich dafür, die Kosten für Wirtschaft und Verbraucher durch energie- und umweltpolitische Entscheidungen zu reduzieren. Es sei ein "ausgewogener Energiemix" nötig. Die deutsche Energiewirtschaft stehe durch die Neuregelungen des Energiewirtschaftrechts, das Kyoto-Klimaschutz-Protokoll und das Ausbauziel für die erneuerbaren Energien vor "größten Herausforderungen", sagte Platzeck weiter.

Der brandenburgische Ministerpräsident erinnerte zudem daran, dass die gesamte Branche auch durch die Naturkatastrophen der vergangenen Monate stark ins Blickfeld von Verbrauchern und Öffentlichkeit gerückt ist. Dazu habe auch die "begründete Auffassung beigetragen, dass Energiemisswirtschaft und hoher Kohlendioxid-Ausstoß unmittelbar mit verantwortlich sind". Zum anderen seien die Preise für Öl, Benzin und Gas enorm gestiegen. Darunter litten nicht allein die Privatkunden, sondern auch Unternehmen und letztlich alle, da beispielsweise Firmenansiedlungen auch von Energiepreisen abhängig seien. Platzeck sieht deshalb "alle Akteure in besonderer Verantwortung".

Das könnte Sie auch interessieren
  • Elektroauto

    Kaufprämie für Elektroautos erntet nicht nur Beifall

    Für E-Autos steht erneut die Kaufprämie zur Diskussion, schließlich steht auch das Ziel der Bundesregierung zu der Verbreitung der Fahrzeuge auf dem Spiel. Die Elektroprämie findet aber nicht nur Befürworter: Kritiker sehen sie vielmehr als zweischneidiges Schwert.

  • Geldstapel

    Neue Heizung: Förderung wird aufgestockt

    Wer seine alte Heizung erneuern will, kann sich dafür staatliche Unterstützung einholen. Ab 1. Januar startet ein neues Anreizprogramm, das sich nun auch an Bauherren wendet, die eine neue Lüftungsanlage einbauen lassen wollen. Auch für Heizungen, die in Kombination mit Erneuerbaren betrieben werden, gibt es Zuschüsse.

  • Hochspannungsleitung

    Mecklenburger SPD bekennt sich zur Windenergieerzeugung

    Der Fraktionschef der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann, hat sich auf der energiepolitischen Fachkonferenz der Fraktion am Wochenende für eine uneingeschränkte Förderung der Windenergie ausgesprochen. Er verwies auf die Verknappung und die damit einhergehende Verteuerung von Energie.

  • Strom sparen

    BEE begrüßt Bekenntnis zu erneuerbaren Energien

    Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) zeigte sich erfreut über die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das Vorhaben, ein Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien auf den Weg zu bringen.

  • Hochspannungsleitung

    Brandenburg: Bundesratsinitiative zur Entkopplung für Gas und Öl

    Die Brandenburger Landesregierung wird eine Bundesratsinitiative zur Entkopplung der Preise für Gas und Öl starten. Einen entsprechenden Auftrag löste der Landtag am Mittwoch in Potsdam einstimmig auf Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU aus. Durch mehr Transparenz soll mehr Wettbewerb geschaffen werden.

Top