Ziele

Plan für 2020: Hälfte des Stromverbrauchs sauber

Von 1998 bis 2008 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf 15 Prozent verdreifacht und damit alle Prognosen übertroffen. Wenn es in diesem Tempo weiter geht, könnte die Branche die Kapazitäten bis 2020 erneut verdreifachen und dann wäre fast die Hälfte des Stromverbrauchs sauber.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) will die Kapazitäten der Branche bis 2020 verdreifachen und dann fast die Hälfte des Stromverbrauchs mit Windenergie, Solaranlagen und Wasserkraft abdecken.

Beim Ausbau regenerativer Energien seien in der Vergangenheit alle Vorhersagen - auch die eigenen - übertroffen worden, erläuterte Bundesgeschäftsführer Björn Klusmann. Von 1998 bis 2008 habe es bereits eine Verdreifachung des Anteils auf 15 Prozent gegeben. "Wir machen in diesem Tempo weiter", sagte Klusmann. Man werde in den nächsten zwölf Jahren bis Ende 2020 eine erneute Verdreifachung des Anteils erneuerbarer Energien erleben und dann 47 Prozent des Anteils an der Stromversorgung haben. Der Prognose seien sehr konservative Annahmen zugrunde gelegt worden.

Der Ausstieg aus der Kernenergie werde damit mehr als kompensiert, hieß es weiter. Entschiedene Bedingung für das künftige Wachstum sei aber, dass der Vorrang regenerativer Energien bestehenbleibe. Für die Branche sei der Abschaltung der Kernkraftwerke eine wesentliche Investitionsbedingung. "Zu viele Grundlastkraftwerke gefährden den Ausbau erneuerbarer Energien", betonte Klusmann. Wer Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken oder den Bau neuer Kohlekraftwerke fordere, wolle den Vorrang erneuerbarer Energien einschränken.

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