Offshore

Plambeck Neue Energien chartert Forschungsschiff "MV Aleksey Maryshev"

Um die Rahmenbedingungen für den Offshore-Windpark "Borkum-Riffgrund" zu erkunden, hat die Plambeck Neue Energien AG ein russisches Forschungsschiff gechartert.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Für Forschungsarbeiten im Rahmen der Vorbereitung für den Windpark "Borkum Riffgrund" hat die Plambeck Neue Energien AG derzeit das russische Forschungsschiff "MV Aleksey Maryshev" gechartert. Mit Hilfe dieses Schiffes werden im September und Oktober im Windparkplanungsgebiet auf hoher See Untersuchungen in den Bereichen fischereilicher Aspekte sowie des Bentos (das sind die Lebewesen am Meeresgrund) vom Institut für angewandte Ökologie (Rostock) durchgeführt. Neben diesen Forschungen werden weitere wissenschaftliche ökologische Untersuchungen zur Bestandsanalyse von heimischen Seevögeln, Rastvögeln sowie zum Vogelzug erfolgen. Alle diese Untersuchungen dienen dazu, noch während des Planungsstadiums für den Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund" eine gesicherte Datenbasis zu bekommen.

Das Offshore-Windparkprojekt "Borkum Riffgrund" befindet sich auf der Nordsee in einer Entfernung etwa 38 Kilometern nördlich der Insel Borkum. Die von der Plambeck Neue Energien AG gestellten Genehmigungsanträge werden derzeit vom Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie in Hamburg bearbeitet. Angepeilt ist ein Baubeginn für die Pilotphase des Offshore-Windparks mit dann 30 Windkraftanlagen im Jahre 2004.

Das Schiff wird, nachdem es in Cuxhaven voll bebunkert und verproviantiert ist, heute auslaufen. Ein weiterer Hafenaufenthalt ist am 21. und 22. September 2001 in Husum vorgesehen, wo die Plambeck Neue Energien AG dieses Schiff im Rahmen der bedeutendsten Messe der deutschen Windkraftbranche der "Windtech Husum 2001" einer breiten Öffentlichkeit vorstellen wird.

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