Halbjahresbilanz

Plambeck: Gleiche Anlagen-Leistung, weniger Umsatz

Im Gesamtjahr 2003 wird die Plambeck Neue Energien AG im Kerngeschäft Windenergie onshore Deutschland mit knapp 100 Megawatt in etwa so viel Anlagen-Leistung installieren wie im Vorjahr. Dennoch werden die Geschäftszahlen des Vorjahres nicht erreicht. Ein Grund dafür sind die kürzeren Lieferzeiten der Anlagen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Neben der kontinuierlichen Standortakquisition und der laufenden Umsetzung von Windpark-Projekten gab es bei der Plambeck Neue Energien AG im zweiten Quartal zwei wesentliche Ereignisse: die Neuorganisation interner Abläufe mit dem Ziel, die Umsetzung von Projekten noch zügiger und reibungsloser durchzuführen, sowie die Mehrheitsbeteiligung an dem dänischen Rotorblatt-Produzenten SSP Technology A/S. Die Plambeck Neue Energien AG hat im Mai 50,1 Prozent der Anteile der SSP Technology übernommen und erwartet daraus positive Auswirkungen ab 2004.

Die Gesamtleistung betrug im ersten Halbjahr 28,6 Millionen Euro (Vorjahr: 89,8 Millionen Euro). Wie Plambeck mitteilte, ist ein wesentlicher Grund für die Verringerung der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr die Tatsache, dass Windenergieanlagen für neue Projekte erst sehr kurzfristig zum Baubeginn bestellt werden und damit auch erst zeitnah in die Bilanz einfließen. Das Ergebnis vor Abschreibungen beträgt 9,7 Millionen Euro (Vorjahr: 8,5 Millionen Euro).

Acht Windenergieanlagen vom Typ Enercon für das Windpark-Projekt in den Gemeinden Zernitz und Leddin wurden komplett errichtet. Das für die Inbetriebnahme dieses Windpark-Projektes notwendige Umspannwerk Kletzke ist ebenfalls fertig gestellt. Komplett errichtet wurde außerdem der Windpark Sieglitz mit zwei Windenergieanlagen Vestas V80. Weitere Windpark-Projekte wurden im zweiten Quartal vorbereitet: Dazu gehören die Windparks Görlitz, Waldfeucht II (1. Teilabschnitt) und Iselersheim. Mit ihrem Bau ist inzwischen bereits teilweise begonnen worden. In diesen Projekten werden insgesamt 31 Windenergieanlagen der Hersteller Enercon und Südwind errichtet.

Im ersten Halbjahr waren die Durchführung des Genehmigungsverfahrens für das Projekt "Borkum Riffgrund" sowie die Weiterentwicklung der Netzanbindung in diesem Projekt die wesentlichsten Aufgaben des Bereiches Windkraft Offshore. "Borkum Riffgrund" liegt in der Nordsee nördlich der ostfriesischen Inseln Borkum und Juist. Die Pilotphase umfasst 77 Windenergieanlagen der Drei-Megawatt-Klasse. Mit dem folgenden Ausbau können bis zu 180 Windenergieanlagen errichtet werden. Mit einer Entscheidung der Genehmigungsbehörde über den Bauantrag der Pilotphase wird noch im laufendem Jahr gerechnet.

"Im Gesamtjahr 2003 werden wir im Kerngeschäft Windenergie onshore Deutschland mit rund 100 Megawatt in etwa so viel Anlagen-Leistung installieren wie im Vorjahr", gibt Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang von Geldern einen Ausblick. Dennoch werden die Geschäftszahlen des Vorjahres nicht erreicht. Gründe dafür sind Unternehmensangaben zufolge die bilanziellen Auswirkungen der kürzeren Lieferzeiten der Anlagen und die bereits im Frühjahr angekündigten Optimierungen in der Projekt-Abrechnung. Außerdem wirken sich die Vorlaufkosten für die Projekt-Entwicklung im französischen Markt durch Ventura S.A. und die Offshore-Projekte in Nord- und Ostsee in der Bilanz aus.

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