Preisentwicklung

Photovoltaik-Anlagen sind billiger geworden

Die Preise für Photovoltaik-Anlagen sind im Jahr 2010 deutlich zurückgegangen, wie eine Onlinebefragung des Portals Photovoltaikumfrage ergab. Demnach ist der Preis pro Kilowattpeak um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefunden. Der Ötrom vom eigenen Hausdach wird damit immer günstiger.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Triefenstein (red) - Der Preis für eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage betrug im Jahr 2010 durchschnittlich 2.740 Euro netto je installiertem Kilowattpeak (kWp). Das entspricht einer Preissenkung von rund 20,58 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3.450 Euro/kWp netto).

Im ersten Halbjahr 2010 lagen die Preise noch bei durchschnittlich 2.950 Euro/kWp, sind aber in der zweiten Jahreshälfte noch einmal um rund sieben Prozent gesunken, wie eine Umfrage von Photovoltaikumfrage.de zeigt. Dies sei auf die Absenkung der Einspeisevergütung durch die Bundesregierung zurückzuführen, die vergangenen Jahres die Vergütung im Juli um 13 Prozent und im Oktober nochmals um 3 Prozent außerplanmäßig gesenkt hat.

Meiste Solarmodule kommen aus Fernost

Wie die Umfrage weiter zeigt, stammen über die Hälfte der in Deutschland installierten Solarmodule (51,92 Prozent) aus Fernost, nur 38,46 Prozent kommen von Herstellern aus Deutschland. Dies zeige deutlich, dass sich deutsche Solarmodulhersteller verstärkt durch Produktdifferenzierungen vom Wettbewerb abheben müssen, um nicht weitere Marktanteile an Hersteller aus Fernost zu verlieren, so Michael Ziegler, Geschäftsführer des PhotovoltaikZentrums. Ob sich der Bau einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach lohnt, ermittelt der Photovoltaik-Rechner auf Strom-Magazin.de. Dieser errechnet anhand der Daten zu Größe und Beschaffenheit des Hausdaches, wie viel inetwa eine Photovoltaik-Anlage kostet und mit welcher Einspeisevergütung zu rechnen ist.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Solarpark

    4.500 Solarstrom-Anlagen zu spät angemeldet

    Für Solarstrom-Anlagen besteht eine Meldepflicht, die viele Deutsche erst verspätet wahrgenommen haben. Dadurch könnten laut Linksfraktion auf einige Rückzahlungen im sechsstelligen Bereich zukommen. Warum die Anlagen nicht angemeldet wurden, ist auch der Bundesregierung ein Rätsel.

  • Solaranlage

    Zu wenig Solaranlagen - Vergütungssätze bleiben unverändert

    Die Vergütungssätze für Solaranlagen werden erstmals nicht gekürzt, weil der Zubau neuer Anlagen stark zurückgegangen ist. Die Höhe der Einspeisevergütung bleibt damit für das Folgequartal unverändert. Haben die vergangenen Kürzungen durch die Bundesregierung den Zubau nun gänzlich ausgebremst?

  • Strompreise

    Rettenbach ist Deutscher Meister der Solarbundesliga 2003/2004

    Rettenbach, Freiburg, Neckarsulm, Wildsteig und Weiler Dimbach sind die Deutschen Meister der Solarbundesliga 2003/2004. Entscheidende Faktoren bei der Solarbundesliga sind die installierte Leistung in Watt pro Einwohner im Bereich Photovoltaik sowie die Fläche thermischer Solarkollektorsysteme pro Einwohner.

  • Hochspannungsleitung

    Trittin nimmt Berlins größte Photovoltaikanlage in Betrieb

    Bei der Einweihung der 1870 Quadratmeter großen Solaranlage auf dem Lehrter Stadtbahnhof in Berlin hat Umweltminister Trittin erneut bekräftigt, auch nach Auslaufen des 100 000 Dächer-Programms die Solarenergie fördern zu wollen. Dazu sollen bei der anstehenden Reform des EEG die Fördersätze für kleine Anlagen auf Hausdächern weiter differenziert werden.

  • Energieversorung

    Trittin: Neue Förderinstrumente nach Auslaufen des 100.000-Dächer-Programms

    Nach Auslaufen des 100 000-Dächer-Programms soll die Solarförderung weiter fortgesetzt werden. Umweltminister Trittin kündigte an, u.a. bei der anstehenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Fördersätze für kleine Anlagen auf Hausdächern weiter zu differenzieren und für Photovoltaikanlagen am Boden eine degressiv gestaltete Einspeisevergütung einzuführen.

Top