Ergänzung

Philippsburg-Vorfall hochgestuft

Der Vorfall vom 21. Mai 2002 in Block 1 des EnBW-Kernkraftwerks Philippsburg ist nachträglich in INES-Stufe 1 hochgestuft worden. Bei weiterführenden Untersuchungen im Rahmen dieses Ereignisses wurde festgestellt, dass bei Anregung des Kurzschlussauslösers ein Relais (Hilfsschütz) nicht anspricht.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Am 21. Mai 2002 war in Block 1 des EnBW-Kernkraftwerks Philippsburg bei einer wiederkehrenden Prüfung der Umschaltautomatiken im Notstromsystem festgestellt worden, dass beim Umschalten von Eigenversorgung auf Fremdversorgung eine von sechs Notstromschienen spannungslos wurde. Nach Korrektur des Einstellwerts der Kurzschlussauslöser verlief die erneute Prüfung der automatischen Umschaltung ohne Befund. Am 27. Mai 2002 hat die EnBW das Ereignis vorläufig in die niedrigste Kategorie N (Normalmeldung) und INES-Stufe 0 eingestuft.

Bei weiterführenden Untersuchungen im Rahmen dieses Ereignisses wurde allerdings festgestellt, dass bei Anregung des Kurzschlussauslösers ein Relais (Hilfsschütz) nicht anspricht. Die Funktion dieses Hilfsschützes ist, im Falle einer Kurzschlussauslösung eine entsprechende Signalisierung auszulösen. Nach den weiterführenden Untersuchungen stuft die EnBW das am 27. Mai gemeldete Ereignis weiterhin in die niedrigste Kategorie N (Normalmeldung) ein. Aufgrund der vorliegenden Systematik (d.h. mehrere Komponenten sind betroffen) ist das Ereignis allerdings in INES 1 einzustufen.

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