In Baden-Württemberg

Pfister will EnBW-Gaspreiserhöhung überprüfen

Die von der Gassparte der EnBW zu Beginn dieser Woche angekündigte Gaspreiserhöhung wird sich einer genauen Überprüfung durch das baden-württembergische Wirtschaftsministerium unterziehen müssen. Das kündigte Minister Pfister an, warnte jedoch davor, die Kartellaufsicht als "Allheilmittel" anzusehen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister hat eine genaue Prüfung der Gaspreiserhöhung der EnBW Gas GmbH angekündigt: "Das Wirtschaftsministerium als Landeskartellbehörde wird nunmehr penibel prüfen, ob die konkrete Preiserhöhung durch die höheren Einkaufspreise gerechtfertigt ist und ob der höhere Einkaufspreis der EnBW Gas GmbH hätte vermieden werden können", sagte er gestern in der Landeshauptstadt.

Der Minister wies jedoch darauf hin, dass die Kartellaufsicht des Landes zwar wichtig, aber kein Allheilmittel gegen Gaspreiserhöhungen sei. Prüfungen in der Vergangenheit hätten gezeigt, dass die Gasversorger es vermeiden, mehr als reale Preissteigerungen ihrer Vorlieferanten weiterzugeben. Neben der Landeskartellbehörde müsse deshalb auch das Bundeskartellamt die Preise der Vorlieferanten genau betrachten.

Von der Gaspreiserhöhung um 0,5 Cent pro Kilowattstunde der EnBW Gas GmbH zum 1. November sind nach Angaben des Ministeriums unmittelbar etwa 230 000 Gasendkunden betroffen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Geld sparen

    Strompreise 2016: Müssen Verbraucher mit Teuerungen rechnen?

    Die Strompreise werden wohl zum Jahreswechsel wieder für viele Verbraucher steigen. Das liegt an der steigenden EEG-Umlage und den höheren Netzkosten. Eine noch größere Rolle spielt aber, in wie weit die Stromanbieter die Preissteigerung weitergeben, schließlich ist der Strom an der Börse so billig wie nie.

  • Stromnetz

    Verivox: Netzkosten steigen in Baden-Württemberg am meisten

    Das Verbraucherportal Verivox hat die bisher angekündigten Netzkosten-Erhöhungen für die verschiedenen Regionen miteinander verglichen. Das Ergebnis: Einige Bundesbürger werden bei der Stromrechnung stärker zur Kasse gebeten als andere. In Baden-Württemberg soll die Preiserhöhung am stärksten ausfallen.

  • Strompreise

    EnBW Gas GmbH erhöht Preise um zehn Prozent

    Wie das Unternehmen mitteilte, wird die EnBW Gas GmbH ihre Preise zum 1. November 2005 anheben. Es sollen die höheren Beschaffungskosten aus den letzten drei Bezugspreissteigerungen des Jahres ohne Aufschläge weitergegeben werden. Weitere Erhöhungen in dieser Heizperiode könnten nicht ausgeschlossen werden.

  • Stromnetz Ausbau

    Länder kündigen Widerstand gegen Strompreiserhöhungen an

    In den Bundesländern wächst der Widerstand gegen die von den Stromkonzernen beantragten Tariferhöhungen von bis zu sechs Prozent. Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) kündigte in der Zeitung "Bild am Sonntag" an, Preissteigerungen in dieser Höhe nicht zu genehmigen.

  • Stromnetz Ausbau

    Weitere Stromanbieter wollen Preise erhöhen - Reaktionen

    Nahezu alle Stromanbieter in Hessen wollen zum Jahreswechsel ihre Preise erhöhen. Davon geht das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden derzeit aus. Auch in anderen Bundesländern soll die Preisschraube angezogen werden. Die Wirtschaftsminister der Länder kündigen aufmerksame Prüfungen an.

Top