Bilanz

Pesag vor der Fusion: Kundennähe und Servicepakete als Erfolgsfaktoren

Wenn alles nach Plan verläuft, werden die drei regionalen Energieversorger Pesag, EMR und Wesertal Mitte des kommenden Jahres fusionieren. Jetzt zog die derzeit noch eigenständige Paderborner Pesag eine Bilanz des Geschäftsjahres, in der sie sich als starker Partner für die Fusion, die dann rückwirkend zum 1. Januar 2003 gelten soll, gerüstet sieht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Im kommenden Jahr wird der regionale Energiedienstleister Pesag (Paderborn) mit den Versorgern EMR (Herford) und Wesertal (Hameln) fusionieren. Für den daraus entstehenden Energieverbund Ostwestfalen-Lippe/Südniedersachsen ist die Pesag eigenen Angaben zufolge aber als wichtiger Partner gut gerüstet.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Pesag ihren Absatz und ihr Betriebsergebnis insgesamt leicht steigern. Nach zwei Jahren hoher Zuwachsraten, die allein im Geschäftskundenbereich insgesamt 65 Prozent betrugen, hat die Pesag in diesem Jahr eher einen moderaten Anstieg des Stromabsatzes zu verzeichnen. In den ersten drei Quartalen ist der Stromabsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um insgesamt 2,5 Prozent gestiegen, der Stromabsatz im Vertragskundenbereich um 2,4 Prozent. Bei den nahezu 180 000 Privatkunden aus Haushalt, Gewerbe und Landwirtschaft einschließlich der Heizungskunden erhöhte sich der Stromabsatz um knapp 2,7 Prozent.

Neben dem Anstieg der steuerlichen Belastungen durch EEG, KWK und Ökosteuer gibt es insbesondere auf der Strombezugsseite, hervorgerufen durch eine Steigerung der Großhandelspreise, weitere deutliche Preiserhöhungen. Trotz intensiver interner Rationalisierungsmaßnahmen wird die Pesag den Kostenanstieg zum 1. Januar 2003 an ihre Kunden weitergeben und die Strompreise erhöhen. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von jährlich 3500 Kilowattstunden steigen die monatlichen Kosten um zwei Euro. Auch die Erdgaspreise werden angehoben.

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