Schlussfolgerungen

PDS: Konsequenzen aus erhöhten Krebsraten in der Nähe von AKW's ziehen

In einer aktuellen Kleinen Anfrage fordert die PDS-Bundestagsfraktion die Regierung auf, die Zusammenhänge zwischen Niedrigstrahlung von Atomkraftwerken und Häufung bestimmter Krebsfälle zu klären.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach Konsequenzen aus "erhöhten Krebsraten und Fehlbildungen" in der Nähe von Atomkraftwerken erkundigte sich die PDS-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (Bundestagsdrucksache 14/6773) heute im Bundestag. Sie verweist auf das Umweltinstitut München, das eine Erhöhung der Krebsrate bei Kindern in der Umgebung von deutschen Atomkraftwerken um bis zu 53 Prozent festgestellt habe.

Bis zur weiteren Klärung der Zusammenhänge zwischen der Niedrigstrahlung von Atomkraftwerken und der Häufung bestimmter Krebsfälle sowie kindlicher bösartiger Neubildungen und angeborener Fehlbildungen bei Kindern könnte die Bundesregierung nach Meinung der Fraktion ein Moratorium für die geplanten Zwischenlager erlassen, um einen weiteren Anstieg der Radioaktivität in der Umgebung der Atomkraftwerke zu vermeiden. Im Einzelnen wollen die Abgeordneten wissen, was die Bundesregierung angesichts dieser Forschungsergebnisse tun will, welche Konsequenzen sich für die Kraftwerksbetreiber ergeben würden, wenn die Atomkraftwerke als Verursacher für erhöhte Leukämie- oder Fehlbildungsraten ermittelt werden und ob sich die Regierung vorstellen kann, vorläufig bundesweit ein Moratorium für die geplanten Zwischenlager zu erlassen.

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