Zeichen setzen

Partnerschaftsvertrag proKlima vorzeitig verlängert

Der Vertrag des enercity-Fonds proKlima wurde diese Woche auf unbefristete Zeit verlängert und bietet jetzt die Grundlage, um den eingeschlagenen Weg beizubehalten. Wichtig für das Fortbestehen des Klimaschutzfonds sei das starke Engagement der Stadtwerke Hannover.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Diese Woche unterzeichneten alle 13 Partner des enercity-Fonds proKlima einen unbefristet gültigen Fortsetzungsvertrag. Der bisherige Vertrag wäre 2006 ausgelaufen, der Neue hingegen biete jetzt "die Grundlage, um den eingeschlagenen Weg kontinuierlich weiterzuverfolgen", sagte Manfred Görg, Leiter der Geschäftsstelle proKlima.

Wichtige Basis für das Fortbestehen des in seiner Art in Deutschland einzigartigen Klimaschutzfonds sei ein dauerhaft starkes Engagement der Stadtwerke Hannover AG, die sich mit rund vier Millionen Euro an proKlima beteiligen. proKlima stellt ein Förderangebot bereit, das vor allem effiziente Maßnahmen zur Heizenergieeinsparung unterstütze. "proKlima ist außerdem ein hervorragendes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen den von uns versorgten Gemeinden und den Stadtwerken Hannover", meint Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover. "enercity handelt nach dem Motto 'Ökologisch orientiert – ökonomisch erfolgreich' - in proKlima finden wir diesen Ansatz wieder", so Feist weiter.

Gleichzeitig bemängelte er jedoch, dass die effizienten Klimaschutzmaßnahmen, die die Stadtwerke Hannover mit proKlima initiieren, im Rahmen der bundesdeutschen und EU-Regularien keine Berücksichtigung finden. "Obwohl die Maßnahmen von allen als besonders sinnvoll und effizient bezeichnet werden, fließen sie nicht in den nationalen Allokationsplan zur Zuteilung von CO2-Zertifikaten und den Emissionshandel ein", erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Manfred Görg, Leiter der Geschäftsstelle proKlima, hält besonders die Mischung der Vorhaben für interessant. So fördere der enercity-Fonds mit der Haus-zu-Haus-Beratung eine Maßnahme, die den Bewohnern in der Region Hannover Möglichkeiten zum Energiesparen aufzeigt, mit der Klimaschutzregion Hannover und der Mitarbeit an der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen engagiere er sich dagegen für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. So konnten sich beispielsweise Interessierte am bundesweiten Passivhaustag über die Häuser der Zukunft informieren. Besonders stolz sei man jedoch, dass proKlima dazu beigetragen hat, das EU-Vorhaben "Concerto" nach Hannover zu holen - ein Projekt, das auch dem regionalen Handwerk wichtige Impulse geben kann.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    SPD fordert mehr Einsatz für Energiepolitik NRW

    Die SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag fordert von der Landesregierung mehr Impulse für die Energiepolitik in Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Rüttgers habe NRW auf einen "Abstiegsplatz" in der Energiepolitik geführt. Die Landesregierung wies die Kritik als unsinnig und unhaltbar zurück und warf der SPD Polemik vor.

  • Stromnetz Ausbau

    Aktuell: Passivhaustagung in Hannover

    Die diesjährige Passivhaustagung im Hannover Congress Centrum richtet sich in erster Linie an Besucher, die erste Informationen zum Passivhaus sammeln möchten. Zudem findet eine Passivhaus-Ausstellung statt, wobei ein begleitendes Vortragsprogramm Tipps zum Thema Bauen, Modernisieren und Energiesparen gibt.

  • Energieversorung

    proKlima führt Feldversuch zu Energiepässen durch

    Der Gebäudeenergiepass ist ab 2006 europaweit Pflicht, um den Energiebedarf einer Immobilie zu ermitteln. Bereits seit 1999 hat proKlima mit dem "Energiepass Region Hannover" den Energiebedarf von Häusern analysiert, nun dient dieses Gebiet als Testregion, um das künftig bundesweite Dokument zu erproben.

  • Stromtarife

    "Haus-zu-Haus"-Projekt berät bei Modernisierungsmaßnahmen

    Mit dem Projekt der Klimaschutzagentur und proKlima werden Hausbesitzer informiert, wie sie durch Modernisierungsmaßnahmen Heizkosten einsparen können. Wer sein Haus als Modellhaushalt zur Verfügung stellt, bekommt bei der Planung dabei eine besondere Unterstützung.

  • Energieversorung

    Stadtwerke Hannover: "Triathlon" soll Wettbewerbsfähigkeit sichern

    Regulierungsbehörde, Unbundling, Emissionshandel - die Entwicklungen auf dem Energiemarkt in den nächsten Wochen und Monaten erhöhen den Druck auf die Stadtwerke und Energieversorger. Die Stadtwerke Hannover will dem vorausschauend begegnen und mit dem Programm "Triathlon" seine Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Top