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Panne im AKW Gundremmingen legt Block C lahm

Beim Wiederanfahren von Block C der Kernkraftwerks Gundremmingen hat es am vergangenen Donnerstag einen Kurzschluss im Generator gegeben. Aus diesem Grund muss derzeit knapp ein Sechstel des bayerischen Strombedarfs mit Hilfe von Reservekraftwerken erzeugt werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Gundremmingen (ddp-bay/sm) - Wegen einer konventionellen Panne im Atomkraftwerk (AKW) Gundremmingen muss derzeit knapp ein Sechstel des bayerischen Strombedarfs mit Hilfe von Reservekraftwerken erzeugt werden.

Beim Wiederanfahren von Block C habe es am vergangenen Donnerstag einen Kurzschluss im Generator gegeben, sagte AKW-Sprecherin Simone Rusch am Dienstag auf ddp-Anfrage. 32 Mitarbeiter seien nach einem Räumungsalarm aus dem Generatorbereich evakuiert worden. Dieser Zwischenfall habe aber keine Auswirkungen auf den Strahlenschutz gehabt, betonte sie. Der Schaden sei "schwer zu beziffern".

Block B und C von Gundremmingen - Block A wurde bereits Mitte der 70er Jahre nach einem Störfall stillgelegt - erzeugen täglich knapp 30Millionen Kilowattstunden Strom. Block C war am 4. Juli planmäßig abgeschaltet worden, um Brennelemente auszutauschen. Schon damals seien Probleme mit dem Generator festgestellt worden, sagte Rusch. Deshalb sei Block C länger als geplant vom Netz geblieben. Derzeit werde noch immer kein Strom geliefert und nach den Schadensursachen gesucht. Fachpersonal erstelle ein Reparaturkonzept. Wann Block C wieder anlaufen kann, stehe noch nicht fest.

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