OVAG plant Marktgesellschaft

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (OVAG) haben für das abgelaufene Geschäftsjahr durchweg positive Zahlen vorlegen können: An die OVAG-Eigentümer - dies sind die Landkreise Gießen, Wetterau und Vogelsberg - sollen zwei Millionen Mark mehr als im ausgeschüttet werden als im Vorjahr. Das hat der Aufsichtsrat der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberhessischer Versorgungsbetriebe (ZOV) vorgeschlagen. Das entspricht 21 Millionen Mark nach Steuern. Nach Abzug der Verluste der Verkehrsgesellschaften bleibt ein Gewinn von 14,5 Millionen Mark. Das operative Geschäft, vor Steuern, kann sogar mit einem Plus von 26 Prozent aufwarten. Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte Vorstandschef Dr. Jochen Zwecker ein ähnliches Ergebnis.


1998 hat die OVAG knapp drei Prozent mehr Strom als im vorangegangenen Geschäftsjahr verkauft - zunehmend auch aus der Einspeisung von Windkraft-Anlagen, die mit der Unterstützung der OVAG vor allem im Vogelsberg errichtet werden. Jedoch: Alleine wird sich die OVAG kaum gegen die teilweise recht aggressive Konkurrenz auf dem Markt wehren können. Gemeinsam mit den Kommunalversorgern in Waldeck, Gelnhausen, Fulda, Marburg und Gießen will man deshalb eine Marktgesellschaft gründen, um den Vertrieb und den Einkauf von Strom bündeln zu können. Denn aufgrund der stärkeren Nachfrage könnte eine solche Marktgesellschaft günstigere Preise erzielen. Neben der OVAG, die mit 1,88 Milliarden verkaufter Kilowattsunden im vergangenen Jahr der Riese innerhalb dieser Marktgesellschaft wäre - die übrigens bringen insgesamt 5,1 Milliarden Kilowattstunden ein -, hätten bereits zwei Versorger zugesagt, so Dr. Zwecker.

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