OVAG: Mit Jahresergebnis zufrieden

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Ein "hervorragendes" Jahresergebnis stellte der Vorstandsvorsitzende der OVAG, Dr. Jochen Zwecker, der Ende Juni 2000 in den Ruhestand geht, der Öffentlichkeit in seiner letzten Jahresabschlusspressekonferenz vor. Der Bilanzüberschuss sei um 7,2 Millionen Mark oder 28,7 Prozent gegenüber 1998 von 25,3 auf 32,5 Millionen DM gestiegen, erklärte Zwecker. Der Vorstand empfiehlt dem Aufsichtsrat die Ausschüttung eines Bilanzgewinnes in Höhe von 32,5 Millionen Mark an die Eignerkreise.


Trotz des beginnenden Wettbewerbes habe die OVAG ihren Gewinn spürbar steigern können. Dies sei in erster Linie auf günstige Einkaufskonditionen, Kostenreduzierung durch Rationalisierung im Unternehmen und auf einige außerordentliche Erträge zurückzuführen. Die Strombezugskosten konnten gegenüber 1998 um 36,9 Millionen DM gesenkt werden, dieser Betrag wurde fast ausnahmslos in Form von Preisreduzierungen an die Kunden weitergegeben. Durch diese Preispolitik habe die OVAG ihren Kundenstamm weitgehend halten können, erklärte Zwecker. Nachdem jetzt seit einigen Monaten mit der Verbändevereinbarung die Voraussetzungen für einen breiten Wettbewerb beim Verbraucher gegeben seien, und die Einkaufspreise für Energie nach starkem Verfall in den letzten zwei Jahren bereits wieder anzögen, müsse auch die OVAG für die Zukunft mit Einbußen aufgrund eines härter werdenden Konkurrenzkampfes rechnen. Die OVAG habe sich in den letzten Jahren bereits durch Rationalisierung, Umstrukturierung und Kostenbewusstsein auf die neue Situation auf dem Energiemarkt vorbereitet, sagte Zwecker. Nachdem schon vor einigen Jahren der gesamte kaufmännische Bereich der OVAG reorganisiert worden sei - was zu erheblichen Kosteneinsparungen geführt habe - werde zur Zeit der technische Betrieb mit dem gleichen Ziel umstrukturiert. Auch hier sei bereits zu erkennen, dass Einsparungen von jährlich bis zu zehn Millionen DM möglich sind.


Aufgrund der guten Finanzlage habe der Vorstand 1999 die letzten langfristigen Schulden des Unternehmens tilgen können. Die Zahl der Mitarbeiter wurde im Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen in den letzten Jahren um 50 auf 477 reduziert. Der Vorstand sei jedoch stolz darauf, dass die Zahl der Auszubildenden gleichzeitig von 39 auf 52 erhöht wurde. Mit 31 schwerbehinderten Mitarbeitern überschreite die OVAG die gesetzliche Pflichtquote.

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