14,8 Millionen Euro

OVAG investiert in Versorgungssicherheit

Neben der Erneuerung der Ortsnetzstationen, der Neubaugebieterschließung und der Verkabelung blanker Freileitungsnetze wird der hessischer Versorger OVAG in diesem Jahr knapp 500 000 Euro für Lichtwellenleiterkabel auf den Freileitungen investieren. Zudem werden elf Schulen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Friedberg (red) - Etwa 14,8 Millionen Euro investiert die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG) in diesem Jahr in den Bereich "Strom". "Diese Mittel wenden wir auf, um die Versorgungssicherheit auf dem bewährten Niveau zu halten, so, wie es unsere Kunden seit Jahrzehnten schätzen gelernt haben", kommentierte OVAG-Vorstandsvorsitzender Hans-Ulrich Lipphardt diese Summe.

Zusätzlich will das Unternehmen etwa 400 000 Euro für die Beschaffung und Installation von Photovoltaikanlagen in elf kreiseigenen Schulen aufwenden. "Diese Investitionen sehen wir nicht nur als Stärkung der Stromversorgung, sondern gleichfalls als Unterstützung der heimischen Wirtschaft an", ergänzte OVAG-Vorstand Rainer Schwarz. "Schließlich versuchen wir so weit wie möglich die Aufträge stets an Firmen zu vergeben, die in unserem Geschäftsgebiet ansässig sind."

Die beiden Lichtwellenleiterkabel auf den 20 Kilovolt-Freileitungen von Grünberg nach Inheiden sowie von Alsfeld nach Kirtorf schlagen mit knapp 500 000 Euro am meisten zu Buche. Dabei handelt es sich um Glasfaserkabel, welche die Impulse mit Lichtgeschwindigkeit transportieren. Somit trage die OVAG den gestiegenen Anforderungen an die Übertragungstechnik Rechnung. Ein wichtiger Nebeneffekt dabei ist auch die Erhöhung der Ausfallsicherheit der Datenübertragungssysteme in den Außenbezirken.

"Die wichtigste und dringendste Aufgabe ist der Anschluss für die 110 Kilovolt-Freileitung und die Errichtung des Umspannwerkes Altenstadt, wobei in diesem Jahr der bauliche Teil der Freiluftanlage vorgesehen ist", erklärt Werner Hasenau, verantwortlich für den Bereich Netz. 1,2 Millionen Euro fließen in die kontinuierliche Verbesserung der Automatisierung des Netzbetriebes. Darin enthalten sei der Austausch der alten Fernwirk- und Schutzanlagen, womit bei Fehlern die Ursachen und die Orte von Störungen schneller erkennt und Ausfallzeiten so gering wie möglich gehalten werden können, so die OVAG.

Wie in jedem Jahr stehe auch wieder die Erneuerung von alten Ortsnetzstationen an. Vorgesehen ist der Austausch der Mittelspannungsanlage in 85 Trafostationen der Landkreise Wetterau, Gießen und Vogelsberg. Zudem sei der Einbau und Anschluss von 20 neuen Ortsnetzstationen vorgesehen. Des Weiteren stehe die Erschließung von Neubaugebieten sowie die Verkabelung blanker Freileitungsnetze auf der Agenda der Investitionen.

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