Umweltfreundlich

OVAG installiert Photovoltaikanlage in Romrod

Die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG hat in der im Vogelsberg gelegenen Stadt Romrod eine neue Photovoltaikanlage installiert und finanziert. Die Anlage auf dem Bürgerhaus kostete 33.000 Euro und erbringt einen jährlichen Ertrag von rund 3300 Kilowattstunden. Das Land beteiligte sich mit 8850 Euro.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die im oberhessischen Vogelsberg gelegene Stadt Romrod setzt weiter auf Solarenergie: Neben einer bereits installierten solarthermischen Anlage hat das Bürgerhaus Romrod nun auch eine Photovoltaikanlage erhalten. Errichtet und finanziert wurde die Anlage von der Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG). Die Stadt Romrod, so Bürgermeister Rudolf Marek am gestrigen Montag, gebe ein weiteres positives Signal und Beispiel für die umweltfreundliche Nutzung der Sonnenenergie.

Im Rahmen freiwilliger Leistungen fördert die Stadt Romrod seit Jahren den Bau von solarthermischen und Photovoltaikanlagen. "Für uns war es quasi selbstverständlich, dass beim Bau des neuen Bürgerhauses auf Anlagen der regenerativen Energieerzeugung Wert gelegt wurde", so der Bürgermeister. Für die nahe Zukunft, so Marek, gehe er davon aus, dass - nach Ablehnung der Windkraft durch Teile der Bevölkerung - in erster Linie solarthermische Anlagen zum Schutz der Umwelt gebaut und von der Stadt Romrod trotz knapper werdender Finanzmittel auch weiter bezuschusst werden. Ein entsprechender Haushaltsansatz werde sich auch im diesjährigen Haushalt finden.

OVAG-Vorstandsvorsitzender Hans-Ulrich Lipphardt wies darauf hin, dass sich das Unternehmen seiner Verantwortung, neue Wege bezüglich einer umweltverträglichen Energieerzeugung einzuschlagen, stelle. Er freue sich, dass die OVAG den Auftrag zur Lieferung und Montage dieser Anlage erhalten habe. "So können wir nämlich auch im Vogelsbergkreis unsere neue Dienstleistung vorführen: Photovoltaikanlagen zum Festpreis aus einer Hand", sagte Lipphardt.

Die Photovoltaikanlage besteht aus 34 Modulen mit je 140 Wp (Wattpeak) Nennleistung. Sie erbringt einen jährlichen Ertrag von rund 3300 Kilowattstunden, wobei in die Stadtkasse immerhin 1600 Euro fließen. Wattpeak bezeichnet die Leistung einer Photovoltaikanlage bei einer Sonneneinstrahlung von 1000 Watt pro Quadratmeter und einer Modultemperatur von 25 Grad Celsius.

Die Baukosten für diese Photovoltaikanlage lagen bei rund 33.000 Euro. Das Land Hessen beteiligte sich mit 8850 Euro; die restliche Summe übernahm die OVAG. Dafür erhält sie über einen Zeitraum von 13 Jahren die Erträge der Photovoltaikanlage sowie eine Zuzahlung durch die Stadt. Anschließend geht die Anlage in den Besitz der Stadt über.

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