Startschuss

Ostsee-Pipeline: Arbeiten in Brandenburg beginnen

In Brandenburg beginnen am heutigen Dienstag die Arbeiten an der der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL). Rund eine Milliarde Euro wird in das Projekt investiert; im Herbst kommenden Jahres soll das erste Gas durch die Pipeline fließen. Beim Bau müssen diverse Naturschutzauflagen eingehalten werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Prenzlau (ddp/red) - "Wir starten mit den Bauarbeiten im uckermärkischen Damerow nördlich von Prenzlau an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern", sagte die Sprecherin der Firma Wingas, Antje Knollmann. Zuvor hatten Archäologen und der Kampfmittelbergungsdienst die Flächen entlang der Trasse untersucht. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wird bereits seit 2009 gebaut.

Die Arbeiten an der insgesamt 470 Kilometer langen Pipeline, die von Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) bis Olbernhau an der deutsch-tschechischen Grenze reichen und dabei etwa 270 Kilometer über Brandenburger Territorium führen wird, sollen bis zum Sommer 2011 abgeschlossen sein. "Im Herbst soll das erste Gas durch die Pipeline fließen", sagte die Sprecherin. Bis dahin würde etwa eine Milliarde Euro in das Projekt investiert. Die Pipeline mit den 1,40 Meter starken Rohren soll jährlich bis zu 36 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportieren können.

In der Region Prenzlau wird die italienische Firma Ghizzoni mit 500 Mitarbeitern an der Leitung arbeiten. Bis zu 150 Menschen konnten aus der Region für das Projekt eingestellt werden, wie die Sprecherin sagte. Beim Bau der Erdgastrasse müssen zahlreiche Umweltauflagen eingehalten werden. "Beispielsweise darf der Arbeitsstreifen für das Baufeld in Waldgebieten nur 30 Meter breit sein. Auf der Freifläche stehen uns 35 Meter zur Verfügung", sagte Antje Knollmann. An sensiblen Stellen werde der Arbeitsstreifen extrem eingeengt. So solle beispielsweise eine alte Eiche gerettet werden, die sich in Brandenburg direkt an der geplanten Trasse befindet.

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