Antrag im Bundestag

Oppostion: Regierung soll Energieforschung erweitern

In einem Antrag im Bundestag hat die CDU/CSU-Fraktion die Bundesregierung aufgefordert, ihre Energieforschung zu erweitern und ideologiefrei zu betreiben. Sie solle die Bereiche der erneuerbaren Energien, der kohlenstoffbasierten Energie und der Kernenergie inklusive der jeweiligen technischen Infrastruktur abdecken.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Die CDU/CSU-Fraktion hat die Bundesregierung noch vor den Feiertagen im Bundestag aufgefordert, die Basis für eine "ideologiefreie" und breit gefächerte Energieforschung zu schaffen. Diese solle die Bereiche der erneuerbaren Energien, der kohlenstoffbasierten Energie, der Kernenergie und Fusionsenergie einschließlich der jeweiligen technischen Infrastruktur abdecken.

Technologieoffene Forschung und Entwicklung seien der politisch-strategische Schlüssel einer Energieversorgung für eine nachhaltige Entwicklung, heißt es in dem Antrag weiter. Die Ausbildung qualifizierter Wissenschaftler sei eine Basisinvestition für weiteren technischen Fortschritt. Im Einzelnen gelte es, die Zuständigkeiten für die Förderung der Energieforschung innerhalb der Regierung in einem Ressort zu bündeln.

Deutlich angehoben werden müsse die Förderung der öffentlichen Energieforschung als Grundlagenforschung. Dabei dürfe kein Forschungszweig ausgegrenzt werden, Mittel sollten daher sowohl für die Erforschung regenerativer und kohlenstoffbasierter Energien als auch für die Kernenergie bereitgestellt werden.

Die Abgeordneten empfehlen zudem, alle technologischen Optionen der Gewinnung von Energierohstoffen, der Energieerzeugung, der Speicherung und des Transportes sowie des Verbrauchs und der Entsorgung von Rückständen offen zu halten. Sie plädieren darüber hinaus dafür, energieeffiziente Technologien bei konventionellen und neuen Antriebssystemen bei Fahrzeugen sowie bei alternativen Kraftstoffen zu entwickeln. Auch solle die Regierung einen Schwerpunkt auf den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur legen.

Ziel müsse es sein, mit einer Brennstoffzellentechnologie sämtliche Anwendungen wie Fahrzeugantrieb, Batterieersatz, Hausversorgung und Blockheizkraftwerk abzudecken. Über eine Stärkung der projekt- und programmorientierten Forschungsförderung könnten auch kleine und mittlere Unternehmen in Netzwerke einbezogen werden und Potenziale für technischen Fortschritt, Wachstum und Beschäftigung nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Hochspannungsleitung

    Vattenfall-Chef erwartet Übernahmewelle im Energiemarkt

    Eine zweite Übernahmewelle erwartet der Chef des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall, Lars G. Josefsson, nach der vollständigen Liberalisierung des europäischen Energiemarktes 2007. Gleichzeitig schätzt er, dass regenerative Energien in den nächsten 15 Jahren weiterhin nur eine kleine Rolle spielen.

  • Strompreise

    Regierungserklärung zum Klimaschutz: Herausforderung für Hauptarchitekten

    Das In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005 nahm Umweltminister Jürgen Trittin zum Anlass für eine Regierungserklärung, die er gestern vor dem Bundestag abgegeben hat. Dabei betonte er Deutschlands Rolle als einer der Hauptarchitekten der internationalen Klimapolitik.

  • Stromtarife

    FVS-Tagung stellt aktuelle Forschungsergebnisse vor

    Im Rahmen der FVS-Tagung stellt der Verbund mit seinen Partnern die aktuellen Entwicklungen von Brennstoffzellen und Wasserstoffsystemen vor. Der FVS begrüßt die vom Bundestag beschlossene Erhöhung der Fördermittel für erneuerbare Energien und stellt den Forschungsbedarf in einer Broschüre zusammen.

Top