Bis Mai

OPEC: Vorerst keine weitere Drosselung der Fördermenge

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wird nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Minister die derzeitige Fördermenge bis zum Mai beibehalten. Die Mitgliedstaaten würden am 28. Mai erneut in Wien zusammenkommen und über die Fördermenge beraten, hieß es.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wien (afp/sm) - Infolge der Wirtschaftskrise sind der weltweite Energieverbrauch zurückgegangen und die Preise für Öl abgestürzt. Seit September haben die OPEC-Staaten, die rund 40 Prozent des weltweiten Rohölbedarfs fördern, mehrfach eine Verknappung der Fördermenge vereinbart und die tägliche Produktion um insgesamt 4,2 Millionen Barrel zurückgefahren. Die Obergrenze liegt derzeit bei 24,84 Millionen Barrel pro Tag.

Eine weitere Drosselung war unter den zwölf OPEC-Staaten aber umstritten. Eine weitere Drosselung führe nicht zu einem Anstieg des Ölpreises und trage nicht zu einer Wiederbelebung der Weltwirtschaft bei, sagte Saudiarabiens Ölminister Ali el Nuaimi der saudiarabischen Tageszeitung "El Hajat" vom Sonntag. Saudiarabien ist der größte Erdölexporteur der Welt und das einflussreichste Mitglied des Ölkartells.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Erdgaspreise

    Opec einigen sich auf Fördergrenze beim Öl

    Die zerstrittene Opec hat sich nun doch einigen können, die Ölfördermenge zu begrenzen. Bereits seit zwei Jahren sind die Ölpreise fast durchgehend im Keller. Das Öl wurde sofort nach der Entscheidung teurer.

  • Erdölgewinnung

    Ölpreise sinken: Iran will Exporte hoch fahren

    Die Ölpreise sind zu Beginn der Woche wieder leicht zurückgegangen. Für Händler besteht eine der Hauptursachen dafür darin, dass der Iran seine Ölexporte steigern will. Außerdem spielen die Waldbrände in Kanada, die mittlerweile besser unter Kontrolle sind, eine Rolle bei der Preisentwicklung.

  • Stromtarife

    OPEC-Präsident erwägt weitere Kürzung der Fördermenge

    Der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), José Maria Botelho de Vasconcelos, zieht erneute Förderdrosselungen in Erwägung. "Wenn es nötig sein sollte, werden wir bei unserer Sitzung Mitte März noch einmal eine Förderkürzung beschließen", sagte er in einem Interview mit "Spiegel-Online" am Montag.

  • Strompreise

    Leicht gestiegen: Aktienmarkt stützt Ölpreise

    Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März wurde im asiatischen Handel für 41 US-Dollar gehandelt und kostete damit 22 Cent mehr als zum Handelsschluss am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 31 Cent auf 44,39 Dollar.

  • Hochspannungsleitung

    Shell: Milliardenverlust wegen niedrigem Ölpreis

    Infolge der gesunkenen Erdölpreise hat der britisch-niederländische Energieriese Shell im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Verlust von rund 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) eingefahren. Im Vorjahreszeitraum wurde noch ein Gewinn von knapp 8,5 Milliarden Dollar erzielt.

Top