Infrastrukturministerium

OPAL-Leitung durch Brandenburg: Lösung zeichnet sich ab

Das Raumordnungsverfahren für den Bau der Erdgastrasse OPAL in Brandenburg wird bis Mitte März abgeschlossen. Dabei zeichne sich ab, dass die Trassenvariante über Baruth mit dem Verdichterstandort Radeland als "raumverträglich" beurteilt werde, teilte das Infrastrukturministerium mit.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Damit wäre nach jetzigem Stand der umstrittene Bau einer Verdichterstation in Groß Köris bei Königs Wusterhausen vom Tisch. Die OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) von Greifswald/Lubmin in Vorpommern zur tschechischen Grenze bei Olbernhau soll einen Großteil des durch die künftige Ostsee-Pipeline transportierten russischen Erdgases in den Süden Deutschlands und Mitteleuropas weiterleiten. Die Leitung wird dabei 270 Kilometer über Brandenburger Gebiet führen. In Brandenburg muss auch eine Verdichterstation errichtet werden, um den Transportdruck aufrechtzuerhalten.

Ursprüngliche Planungen des Investors Wingas AG, die Station in Groß Köris zu bauen, waren bei einer Bürgerinitiative auf Widerstand gestoßen. Daraufhin war das 2007 eröffnete Raumordnungsverfahren im Februar 2008 zwischenzeitlich ausgesetzt worden, um andere Varianten zu prüfen. Wingas legte im vergangenen Sommer Unterlagen für vier mögliche Verdichterstandorte bei Groß Köris, Mochheide, Radeland und Baruth sowie zwei Trassenvarianten vor.

Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens schließt sich das Planfeststellungsverfahren für die Gastransportleitung an, wie es weiter hieß. Dafür sei das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe zuständig.

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