Rücksendekosten

Online-Shopping: Retouren bei den meisten gratis

Beim Online-Shopping ist es für viele Verbraucher fast ein Kriterium für den Kauf, ob der Rückversand kostenlos ist. Viele Anbieter bleiben deshalb trotz geänderter Regeln dabei, die Kosten für Retouren selbst zu übernehmen. Als Käufer sollte man jedoch auf die daran geknüpften Bedingungen achten.

E-Commerce© VRD / Fotolia.com

Berlin (red) - Seit dem 13. Juni 2014 gelten neue Regelungen im EU-Verbraucherschutz beim Online-Shopping. Demnach dürfen Online-Händler die Rücksendekosten für bestellte Waren auf den Kunden umlegen - unabhängig vom Wert der Bestellung. Doch 82 der 100 größten deutschen Online-Shops wie Amazon, Conrad und Bonprix bieten auch sieben Wochen nach Inkrafttreten der Neuregelung weiterhin kostenfreie Retouren an. Das ergab eine Recherche von deals.com.

Auf Bedingungen achten

Aber Vorsicht: Eine kostenlose Retoure ist bei den meisten Anbietern nur innerhalb der gesetzlichen Frist von 14 Tagen ab Erhalt der Ware und nach vorherigem Widerruf möglich. Einige wenige Online-Händler, wie zum Beispiel Zalando, bieten ihren Kunden einen zusätzlichen Anreiz, indem sie die Widerrufsfrist auf bis zu 100 Tage verlängern. Bei ausgewählten Shops ist der kostenlose Rückversand an weitere Bedingungen, beispielsweise an einen bestimmten Bestellwert, gebunden. Ein genauer Blick in die AGB der Shops schafft hier meist Klarheit.

Rückversand ist wesentlich für die Kaufentscheidung

Für rund die Hälfte der Deutschen habe die Möglichkeit zum kostenlosen Rückversand das Online-Shopping überhaupt erst attraktiv gemacht, so Tobias Conrad, General Manager des Gutschein-Portals. Laut einer Studie vom April 2014 sind kostenlose Rücksendungen bei den deutschen E-Shoppern außerordentlich beliebt: 73 Prozent haben schon mal online bestellte Ware zurückgeschickt - bei den unter 30-Jährigen haben sogar fast vier von fünf schon einmal Online-Bestellungen retourniert. 88 Prozent gaben dabei an, ihr Kaufverhalten ändern zu wollen, wenn sie Rücksendekosten übernehmen müssten - unter anderem würden sie dann wieder häufiger in Ladengeschäften einkaufen.

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