Preiswirrwarr

Online-Shopping mit dem Smartphone teils teurer

Wer mit dem Smartphone oder Tablet einkauft, zahlt zum Teil mehr als am PC. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ermittelt. Worin die unterschiedlichen Preise begründet sind, ist nicht sicher.

Handy einkaufen© goodluz / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa/tmn/red) - Wer mit Smartphone oder Tablet auf Einkaufstour im Internet geht, zahlt unter Umständen höhere Preise als am PC oder bekommt Sonderangebote erst gar nicht zu Gesicht. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Stichprobe bei zehn Online-Shops herausgefunden.

Deutliche Preisunterschiede

Bei ein- und demselben Anbieter kosteten etwa Hygiene-Einlagen auf mobilen Geräten plötzlich 2,09 Euro statt zeitgleich 1,04 an einem Rechner, ein Ultrabook schlug mit 899 statt 699 Euro zu Buche, eine Mütze mit fast 10 statt 3,95 Euro oder ein Fernseher mit 1149 statt 999 Euro.

Preise ändern sich wie von Geisterhand

Außerdem kam es den Angaben nach vor, dass sich Preise auf den mobilen Geräten auf dem Weg vom Warenkorb bis zum Bezahlen wie von Geisterhand änderten. Betroffen vom Preiswirrwarr seien mitunter auch die Apps der Onlinehändler.

Dass die Anbieter solche Preisunterschied bewusst planen, glaubt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW eher nicht. Auf Anfrage hätten betroffene Händler beteuert, die gleichen Preise über alle Bestellwege anzubieten. Wahrscheinlicher seien technische Probleme, etwa beim Synchronisieren von Daten und Preisen über verschiedene Datenbanken oder Server hinweg.

Unterschiedliche Preise sind zulässig

Verboten sind unterschiedliche Preisgestaltungen zwischen mobilen und stationären Geräten jedenfalls nicht - was viele Verbraucher überraschen dürfte, erklärt Tryba. Deshalb rät der Experte, nach einer mobilen Shoppingtour zeitnah die Preise am Rechner gegenzuchecken und im Zweifel vom zweiwöchigen Rückgaberecht bei Internet-Bestellungen Gebrauch zu machen.

Auf Desktop-Ansicht umschalten

Alternativ kann man bei einigen mobilen Browsern in den Einstellungen auch den sogenannten User Agent ändern, erklärt Tryba. Dann gaukelt das mobile Gerät den Servern vor, beispielsweise ein Windows-Rechner zu sein - und bekommt dann auch die für Desktop- oder Notebook-Rechner gedachte Seite und keine angepasste oder mobile Seite angezeigt. Der Preis dafür sei dann aber unter Umständen eine datenintensivere und auf kleineren Displays unübersichtlichere Seite.

Quelle: DPA

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