Expansion

OMV setzt sich neue Wachstumsziele bis 2010

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV AG setzt sich neue Wachstumsziele. Die für 2008 gesetzten Ziele wurden nach Unternehmensangaben bereits jetzt erreicht. Bis 2010 soll die Öl- und Gasproduktion auf 500.000 Barrel of Oil Equivalent (boe) pro Tag gesteigert werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Wien (red) - 50 Prozent der Raffineriekapazität an Erdöl und Erdgas will das Unternehmen laut einer Pressemitteilung selbst produzieren. Im Gasgeschäft sollen es mehr als ein Drittel des vom Unternehmen verkauften Volumens sein. Darüber hinaus plant die OMV laut Unternehmensangaben den Zugang zu petrochemischen Anlagen über Minderheitsbeteiligungen im internationalen Chemiegeschäft (Polyolefine, Melamin), mit eigener Technologie und Anlagen in Europa und im Mittleren Osten. Die eigenen Raffineriekapazitäten sowie die Erschließung von Lagerstätten (u.a. mit der neuen Kernregion Russland) sollen weiter ausgebaut werden.

Als Reaktion auf die steigende Gasnachfrage in Mittel- und Osteuropa will die OMV ihr Absatzvolumen bis 2010 auf 20 Milliarden Kubikmeter ausbauen und die Erdgasversorgung weiter diversifizieren. Konkret bedeutet dies die Realisierung des "Nabucco-Projekts", der Erdgaspipeline von der Türkei zur Erdgasstation Baumgarten und der weiteren Lieferung von Gas nach Westeuropa. Darüber hinaus soll die OMV LNG-Projekte für den Absatz von Gas im Adriaraum entwickeln. Hier ist eine Machbarkeitsstudie für ein LNG-Terminal - gemeinsam mit einem oder mehreren international erfahrenen Partnern - geplant.

Die OVM-Tochter Petrom für Südosteuropa setzt sich ebenfalls für 2010 neue Wachstumsziele. Ziel sei eine stabile Öl- und Gasproduktion in Rumänien von täglich rund 210.000 boe mit der Kaspischen Region als Kernregion.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Erdgaspreise

    Opec einigen sich auf Fördergrenze beim Öl

    Die zerstrittene Opec hat sich nun doch einigen können, die Ölfördermenge zu begrenzen. Bereits seit zwei Jahren sind die Ölpreise fast durchgehend im Keller. Das Öl wurde sofort nach der Entscheidung teurer.

  • Gasvergleich

    Kosten für Erdgasleitung Nabucco höher als erwartet

    Während sich Russen und Chinesen in punkto Gaslieferungen langsam anzunähern scheinen, wurde bekannt, dass der Bau der Erdgaspipeline Nabucco deutlich teurer wird als erwartet. EU-Energiekommissar Günther Oettinger rechne mit Kosten zwischen 10 und 14 Milliarden Euro für die rund 4.000 Kilometer lange Trasse.

  • Stromtarife

    Hohe Energiepreise: Politik appelliert an die Konzerne

    Bundeskanzler Schröder und CDU-Chefin Merkel haben am Wochenende Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise gefordert. CSU-Chef Stoiber sprach sich für eine Aufhebung der Öl-Gaspreis-Kopplung aus. Unterstützung erhielt er von EnBW-Chef Claassen, Widerspruch kam von Gazprom-Vorstand Miller.

  • Hochspannungsleitung

    VEA: Gaspreis vom Erdöl abkoppeln

    Die Ölpreisbindung sei ein Relikt aus den sechziger Jahren, als die enormen Investitionen in den Leitungsbau für den damals noch relativ neuen Energieträger Gas abgesichert werden sollten, meint der VEA und fordert eine Abkopplung. Denn die Kopplung bringe nur satte Profite für die Energieversorger.

  • Energieversorung

    BP Statistik: Turbulenzen auf globalen Energiemärkten

    Der Mineralölkonzern BP hat in dieser Woche sein "Statistical Review of World Energy" vorgelegt. Ergebnisse: Die Energiepreise sind nicht auf Knappheit zurückzuführen, in China ist die Energienachfrage gewaltig angestiegen und Russland verzeichnete das stärkste Wachstum in der Produktion.

Top