Gutachten

Offshore-Windparks: Wirtschaftlich und energiewirtschaftlich bedeutend

Niedersachsen wird nach Erkenntnissen einer Studie besonders von Windparks auf offener See profitieren. Bis 2020 werden vermutlich 40 Milliarden Mark in die Offshore-Technologie investiert.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
"Von den geplanten Offshore-Windparks in der Nordsee wird Niedersachsen besonders profitieren", freute sich der niedersächsische Umweltminister Wolfgang Jüttner heute bei der Vorstellung einer gemeinsamen Studie der Niedersächsischen Energieagentur, des Deutschen Windenergie-Institutes und des Niedersächsischen Institutes für Wirtschaftsforschung. "Gerade an der Küste werden vom Bau und Betrieb dieser Anlagen deutliche wirtschaftliche Impulse ausgehen." Die Anlagen sind außerhalb des Nationalparks Wattenmeer, in der Deutschen Bucht, geplant.

Im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums haben die Gutachter untersucht, welche wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Effekte von Offshore-Windparks in der Nordsee zu erwarten sind. Anlagen mit einer Leistung zwischen 14 500 und 20 000 Megawatt könnten demnach im Jahr 2030 mit elf bis zu 14,7 Prozent an der Stromproduktion in Deutschland beteiligt sein. Nach der Modellrechnung der Gutachter sind für die Errichtung von Offshore-Windparks bis zum Jahr 2020 Produktionsleistungen in Deutschland von über 40 Milliarden Mark notwendig. Mehr als 22 000 Beschäftigte könnten allein mit der Errichtung der Anlagen und mehr als 2000 Personen mit deren Betrieb und Wartung beschäftigt sein.

Bund und Küstenländer sollten nun gemeinsam einen Offshore-Aktionsplan aufstellen, regte der Umweltminister an. "Interessen des Naturschutzes, des Tourismus, der Wirtschaft und Schifffahrt müssen dabei von Anfang an einbezogen werden", so Jüttner weiter. Nur wenn alle Belange frühzeitig berücksichtigt würden, bekäme die Offshore-Windenergie die notwendige gesellschaftliche Akzeptanz und die Investoren Planungssicherheit.

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