Tagesspiegel

Offenlegung: Gaspreise können um bis zu 30 Prozent sinken

Der Energiekonzern E.ON hat heute angekündigt, seine Gaspreiskalkulation offenzulegen. Nicht ganz freiwillig, aber immerhin. "Löblich" findet das auch Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher, der maßgeblich daran beteiligt war, Widerstand gegen die permamenten Energiepreiserhöhungen zu organisieren.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Verbraucherschützter haben die Ankündigung des Energiekonzerns E.ON, seine Gaspreiskalkulation offenzulegen, begrüßt. "Das ist durchaus löblich", sagte Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Allerdings stelle sich die Frage, warum die Versorger erst jetzt reagierten, da sie unter dem Kontrolldruck der Gerichte und auch der Bundesnetzagentur stünden.

Anders als die Versorger sieht Peters nun Spielraum, die Gaspreise für Endverbraucher um 20 bis 30 Prozent zu senken. Außerdem gehe er davon aus, dass nun weitere Versorger dem Beispiel von E.ON folgen. "Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig", sagte der Verbraucherschützer.

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