Dämmung

Offenbar kostspielige Regeln für neue Häuser geplant

Die Regierung macht offenbar Ernst mit ihren Energiesparzielen: Laut einem Pressebericht soll der Entwurf für die neue Energieeinsparverordnung richtig kostspielige Vorgaben beinhalten. So müssten neue Wohngebäude künftig mit dreifach verglasten Fenstern und besser isolierten Kellerdecken gebaut werden. Dadurch dürften die Mieten steigen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Die "Tageszeitung" (Donnerstagausgabe) berichtete vorab, das sehe der Entwurf des Bundesbauministeriums für die neue Energieeinsparverordnung vor. Durch die verschärften Standards kämen auf Hausbesitzer und Wirtschaft jährlich Mehrkosten von etwa einer halben Milliarde Euro zu. Mieter neu gebauter Wohnungen müssten mit höheren Mieten rechnen.

Energie sparen: auch mit effizienten Heizungen

Wenn Hausbesitzer umweltfreundliche Heizungen einbauen, dürfen sie dem Blatt zufolge bei der Dämmung sparen. Das betrifft effiziente Gas- oder Öl-Brennwertheizungen, die mit Solaranlagen, Holzpellet-Kesseln oder Wärmepumpen kombiniert werden. Keine Verschärfungen sind für Altbauten vorgesehen. Die Standards zur Wärmedämmung für Bürotürme und andere Gewerbebauten sollen sogar herabgesetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Reihenhaus

    Verband: Mieten steigen im unteren Preissegment

    Die Mieten steigen laut Eigentümerverband Haus und Grund nur im unteren Preissegment. Im Rückblick auf die letzten sechs Monate sind die Preise dem Verband zufolge nicht mehr angehoben worden. Der Deutsche Mieterbund hat daran seine Zweifel.

  • Strom- und Gaspreise

    Strom, Heizen, Energie: Das kommt 2016 auf Verbraucher zu

    Im Energie-Bereich wird es im kommenden Jahr für Verbraucher einige Veränderungen geben. Der Strompreis steigt, für Bauherren werden die Regeln bei der Energieeffizienz strenger und neue Effizienzlabel treten auf den Plan.

  • Strompreise

    Preissturz der CO2-Zertifikate durchkreuzt Regierungspläne

    Aufgrund des niedrigen Preises für CO2-Zertifikate fließt deutlich weniger Geld in den Energie- und Klimafonds der Bundesregierung als geplant. Das bestätigte das Finanzministerium am Mittwoch. Wissenschaftler riefen die schwarz-gelbe Regierung währenddessen zu größeren Anstrengungen beim Energiesparen auf.

  • Stromnetz Ausbau

    Berliner Klimaschutzgesetz steht auf der Kippe

    Die rot-rote Koalition wird das lange geplante Klimaschutzgesetz vor der Abgeordnetenhauswahl 2011 möglicherweise nicht mehr verabschieden. SPD-Partei- und Fraktionschef Michael Müller warf Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) vor, dass sie immer noch keinen diskussionsfähigen Gesetzentwurf im Senat eingebracht habe.

  • Strompreise

    Neuer Heizspiegel mit bundesweiten Vergleichswerten

    Im letzten Abrechnungsjahr sind die Heizkosten durchschnittlich um 14 Prozent gesunken. Damit zahlt jeder Haushalt im Schnitt 718 Euro an Heizkosten. Das geht aus einem bundesweiten Heizspiegel hervor, der aktuelle Vergleichswerte liefert. Wer möchte, kann sich kostenlos ein Heizgutachten erstellen lassen.

Top