Augenhöhe

OEW und EdF stocken EnBW-Anteile auf

Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge, haben die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) ihren Anteil an der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) um 5,94 Prozent auf 40,44 Prozent erhöht. Und auch Mehrheitseigner Electricité de France (EdF) stockte seinen Anteil um 5,94 Prozent auf 44,94 Prozent auf.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Ulm/Karlsruhe (red) - Die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) haben ihren Anteil an der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) um 5,94 Prozent auf 40,44 Prozent erhöht. Und auch Mehrheitseigner Electricité de France (EdF) stockte seinen Anteil um 5,94 Prozent auf 44,94 Prozent auf. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Über den Kaufpreis gibt es keine Informationen.

Die neue Entwicklung sei überraschend, denn die beiden Pakete sollten ursprünglich erst Ende 2006 zum Verkauf anstehen, schreibt das Blatt weiter. Bislang hatte sich die Diskussion auf ein Aktienpaket von 4,5 Prozent konzentriert, für dessen Kauf die OEW eine Frist bis zum 22. Februar dieses Jahres hatte.

Laut Süddeutsche werten Beobachter die Wende als Zeichen dafür, dass die neun Landkreise der OEW auf Augenhöhe mit dem französischen Großaktionär EdF bleiben wollen. Die beiden Aktienpakete wurden bei der Deutschen Bank AG und bei HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA erworben. Sie hatten die Anteile von zusammen 11,88 Prozent gemeinsam im November 2002 von zwei kommunalen Zweckverbänden gekauft. Diese Aktien sollten für eine Börsenplatzierung bis Januar 2005 bereit gehalten oder an die beiden Großaktionäre veräußert werden.

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