ÖTV: Preiskampf kostet 40.000 Arbeitsplätze

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr geht davon aus, dass der Preiskampf auf dem Strommarkt in den kommenden zwei Jahren bundesweit mindestens 40.000 Arbeitsplätze kosten wird. Der Leipziger ÖTV-Kreisgeschäftsführer Bernhard Krabiell sagte am Mittwoch, dass am Ende der jetzt in Gang kommenden Fusionswelle nur drei bis vier Energieriesen überleben könnten. Diese "zügellose Deregulierung" könne nur mit einem immensen Stellenabbau sowie Einsparungen bei Instandhaltung und Investitionen aufgefangen werden.



Die ÖTV und die Betriebsräte der bundesdeutschen Stadtwerke fordern nach den Worten des Gewerkschaftlers deshalb von der Bundesregierung eine Novellierung des Energierechts. Darin müssten die Belange aller Energieversorgungsunternehmen sowie ökologische Aspekte mehr als bisher berücksichtigt werden. Für den 27. September hat die ÖTV Leipzig eine Demonstration in Berlin angekündigt: Tausende in der Energiebranche beschäftigte Arbeitnehmer wollen in der Hauptstadt ihrer Forderung nach einer Novellierung des Energierechts Nachdruck verleihen.

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