Statement

Oettinger will sich in Atomausstiegsdebatte heraushalten

Der neue deutsche EU-Kommissar für Energiefragen, Günther Oettinger, will künftig angeblich verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Mit Blick auf die aktuelle Atomausstiegsdebatte ließ sich Oettinger allerdings zu keiner Positionierung hinreißen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Köln (ddp/red) - Sein Anliegen sei es, "dass wir den Sprung zu erneuerbaren Energien im Energiemix nachhaltig voranbringen", sagte Oettinger am Mittwoch im Deutschlandfunk. Zudem müsse in Energiefragen die Abhängigkeit von Importen aus dem europäischen Nachbarraum verringert werden.

Mit Blick auf die Debatte über die Laufzeiten von Kernkraftwerken sagte Oettinger, dies sei Sache der großen Energieunternehmen und der nationalen Gesetzgeber. Als EU-Kommissar halte er sich da heraus. Der Bundestag müsse entscheiden, "wie lange es wie viele Kernkraftwerke in Deutschland gibt".

Der bisherige baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger (CDU) war am Dienstag vom Europäischen Parlament in Straßburg als neuer deutscher EU-Kommissar bestätigt worden.

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