Gaslieferungen vorausgesetzt

Österreich: Slowakei verzichtet auf Wiederanfahren von AKW

Die Slowakei verzichtet der österreichischen Regierung zufolge auf den Wiederbetrieb eines umstritten Atomreaktors, sollten am Dienstag wieder Gaslieferungen aus Russland eintreffen. Dies sagte der slowakische Regierungschef Robert Fico am Montag in einem Telefonat mit Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann, wie die Regierung in Wien mitteilte.

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Wien (AFP) - Wegen des russisch-ukrainischen Gasstreits hatte die Slowakei am Samstag beschlossen, trotz eines EU-Verbots den erst am 31. Dezember stillgelegten zweiten Reaktor des Atomkraftwerks in Jaslovske Bohunice wieder anzufahren.

Sollte russisches Gas nicht wie versprochen am Dienstag wieder in die Slowakei gelangen, wollte Fico den österreichischen Angaben zufolge die Regierungen der EU-Staaten über weitere Schritte zu informieren. Demnach bot Fico Österreich zudem an, einen Experten zu dem Atomkraftwerk zu entsenden. "Damit haben wir die Möglichkeit, aus erster Hand über alle Entwicklungen rund um die Arbeiten am Reaktor am Laufenden zu sein", erklärte Faymann.

Das benachbarte Österreich und die weiteren EU-Länder hatten die Pläne zum Wiederbetrieb des Kraftwerks kritisiert. Die Slowakei, seit 2004 EU-Mitglied, musste der Stilllegung des Atomkraftwerks im Zuge der Beitrittsverhandlungen zur Union zustimmen. Der erste Reaktor sowjetischer Bauart war bereits Ende 2006 vom Netz gegangen.

Quelle: AFP

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