Heizen

Ölpreise steigen: Heizöl zieht direkt nach

Die Ölpreise haben am Dienstag stark angezogen und befinden sich nun auf dem höchsten Niveau seit knapp einem halben Jahr. Das hat sich sehr schnell auch auf die Preise beim Heizöl ausgewirkt.

Erdgaspreise© Jim Parkin / Fotolia.com

New York/London/Berlin - Der plötzliche Anstieg der Rohölpreise hat auch Heizöl in Deutschland wieder verteuert. Erstmals seit mehr als fünf Monaten stieg am Dienstag der Preis für 100 Liter Heizöl über die Marke von 50 Euro (bei Abnahme von 3.000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer). Das geht aus den Preisangaben von Heizöl-Seiten im Internet hervor.

Ölpreis erreicht höchsten Stand seit November 2015

Die Ölpreise haben am Dienstag den höchsten Stand seit einem halben Jahr erreicht. Am Morgen kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli auf mehr als 49 US-Dollar und der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni auf mehr als 48 Dollar und damit jeweils auf die höchste Notierung seit vergangen November.

Ölpreisverfall traf Förderfirmen zum Teil schwer

Lange Zeit waren die Ölpreise extrem niedrig. Vor allem Förderfirmen, Mineralölkonzerne und Öl-Staaten bekamen das deutlich zu spüren: Gewinne schrumpften, manche schrieben Verluste, etliche Zulieferer etwa in den USA gingen Pleite. Nun steigen die Ölpreise wieder, am Montag waren sie stark angezogen, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs eine Studie veröffentlicht hatte, die ein Ende des Überangebots am Ölmarkt vorhersagte.

Weitere Ursachen für den Preisanstieg beim Öl

Auch ein Monatsbericht des US-Energieministeriums und eine Prognose der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Förderausfälle in Nigeria und Venezuela sowie die Waldbrände in Kanada trieben den Ölpreis nach oben.

Außerdem rücken die Lagerbestände an Rohöl in den USA in den Fokus. Am Markt wird mit dem zweiten Rückgang der US-Ölreserven in Folge gerechnet. Die US-Regierung will die offiziellen Daten am Mittwoch veröffentlichen.

Quelle: DPA

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