Ups and Downs

Ölpreis fällt auf Jahrestief von 88 Dollar (Upd.)

Der Ölpreis ist am Dienstag kurzzeitig unter die Marke von 88 Dollar pro Barrel (159 Liter) gefallen, später aber wieder auf über 91 Dollar hochgegangen, unter anderem wegen eines Angriffs in Nigeria. Angesichts der gesunkenen Rohstoffpreise belebte sich die Debatte um hohe Spritpreise abermals.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

London/Wien/München (AFP/ddp/sm) - Nach den erneuten Erschütterungen im US-Finanzmarkt durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers war der Ölpreis am Montag um mehr als fünf Dollar gefallen. Durch die Krise wird besonders in dem größten Verbraucherland USA mit einem Rückgang des Energieverbrauchs gerechnet.

Die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) korrigierte am Dienstag ihre Prognose für den weltweiten Ölverbrauch im Jahr 2008 von 1,17 Prozent Wachstum auf 1,02 Prozent. In dem in Wien veröffentlichten OPEC-Monatsbericht wurde auch die Verbrauchserwartung für das kommende Jahr leicht von 1,03 Prozent Steigerung auf ein Prozent Steigerung gesenkt.

In der vergangenen Woche hatten die OPEC-Staaten eine Senkung der Fördermenge beschlossen, um einen weiteren Sturz des Ölpreises zu bremsen. Im Juli hatte der Preis für ein Barrel mit mehr als 147 Dollar ein Allzeithoch erreicht.

Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen sind trotz einem fallenden Ölpreis wieder gestiegen. Im Vergleich zum Oktober 2007, als sowohl der Ölpreis als auch der Euro-Dollar-Kurs auf einem vergleichbaren Niveau waren, müssten die Autofahrer derzeit rund zehn Cent mehr pro Liter Benzin zahlen, teilte der ADAC am Mittwoch in München mit. Die derzeitigen Kraftstoffpreise seien demnach überteuert. Der ADAC forderte die Ölkonzerne auf, zur moderaten Preispolitik zurückzukehren und den gefallenden Ölpreis an die Autofahrer weiterzugeben.

Aktuell koste der Liter Super bundesweit im Schnitt 1,502 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche enstpreche dies einem Anstieg von 3,2 Cent. Auch der Durchschnittspreis für einen Liter Diesel liegt den Angaben zufolge mit 1,378 Euro rund 0,5 Cent über dem Vergleichswert. Gleichzeitig fiel nach Angaben des Clubs der Ölpreis der Sorte Brent innerhalb einer Woche von 100 US-Dollar auf aktuell 88 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Dies sei der tiefste Wert des Jahres.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Benzinpreise

    Benzin und Diesel wieder etwas teurer

    Die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen sind wieder etwas gestiegen. Den Angaben des ADAC zufolge ist der Liter Super E10 im Vergleich zur Vorwoche 0,3 Cent teurer, Diesel rund einen Cent. Grund ist der gestiegene Ölpreis.

  • Auspuff

    Verbot für Diesel und Benziner: Welche Pläne gibt es?

    Das Ende für Diesel und Benziner: Erst jüngst wurde in Deutschland die Debatte neu entfacht, ob beide Fahrzeug-Typen bald nicht mehr zugelassen werden sollen. Wie sehen die Bestrebungen in anderen Ländern aus?

  • Hochspannungsmasten

    OPEC senkt überraschend Förderquote (Upd.)

    Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat überraschend eine Reduzierung ihrer Ölförderung beschlossen und reagiert damit auf den deutlich gefallenen Ölpreis. Außerdem geht die OPEC davon aus, dass der Ölpreis noch weiter fallen wird.

  • Strom sparen

    Ölpreis steigt vor OPEC-Treffen leicht

    Der Preis für Erdöl ist kurz vor dem Treffen der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) wieder gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der in New York gehandelten Sorte Light Sweet Crude kostete am Montag im elektronischen Handel 106,88 Dollar - 65 Cent mehr als am Freitag.

  • Strompreise

    Heizölhändler raten Verbrauchern zum Auffüllen ihrer Tanks

    Die Heizölhändler raten Verbrauchern angesichts aktuell niedrigerer Preise ihre Öltanks jetzt zu füllen. Bei einem Ankauf von mindesten 3000 Litern liege der Preis für Heizöl derzeit unter 60 Cent pro Liter, so der Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest Mitte e.V. (VEH), Hans-Jürgen Funke.

Top