Golf von Mexiko

Ölpest kostete BP bislang 350 Millionen Dollar

Die verheerende Ölpest im Golf von Mexiko wird für den britischen Energieriesen BP um ein Vielfaches teurer als ursprünglich erwartet. Die Eindämmung und Bekämpfung des Ölteppichs habe bislang bereits 350 Millionen Dollar (mehr als 270 Millionen Euro) gekostet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

London (afp/red) - Das teilte der Ölkonzern am Montag in London mit. Bis zur vergangenen Woche hatte BP die Kosten der Ölkatastrophe noch mit sechs Millionen Dollar angegeben. Der Konzern, der die gesunkene Bohrinsel im Golf von Mexiko betrieb, hat die Übernahme sämtlicher Kosten für Reinigung und Schadenersatzansprüche zugesagt.

Die Bohrinsel "Deepwater Horizon" war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Zwei Tage später sank die Plattform, seither strömen täglich schätzungsweise 800.000 Liter Öl aus und bedrohen die Küstengebiete mehrerer Bundesstaaten im Süden der USA. Am Wochenende musste der Versuch, eine Stahlglocke über dem sprudelnden Bohrloch abzusetzen, abgebrochen werden, weil sich Eiskristalle in der Konstruktion gebildet hatten.

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