100 Millionen Euro

Ölförderung von Bohrinsel Mittelplate wird aufgestockt

Die Ölförderung der Bohrinsel Mittelplate vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste soll durch den Bau einer Pipeline deutlich aufgestockt werden. Durch die Pipeline-Anbindung an das Festland soll die Produktion des Offshore-Betriebs auf jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen Öl erhöht werden - derzeit sind es 900.000 Tonnen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Friedrichskoog (ddp-nrd) - Die Ölförderung der Bohrinsel Mittelplate vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste soll durch den Bau einer Pipeline deutlich aufgestockt werden. Mit der Verlegung der Pipeline von der Bohrinsel zur Landstation Dieksand soll bereits im Februar begonnen werden, wie das Betreiberkonsortium von Deutschlands größter Erdöl-Förderstätte am Mittwoch in Friedrichskoog mitteilte. Die seeseitigen Arbeiten im Wattenmeer sollen bereits Mitte Juli abgeschlossen sein. Die Kosten für die Pipeline mit einer Länge von 7,5 Kilometer belaufen sich auf 100 Millionen Euro. Hinzu kommen Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro für den Ausbau der Bohrinsel.

Durch die Pipeline-Anbindung an das Festland lässt sich nach Angaben des Betreiberkonsortiums aus RWE DEA und Wintershall die durch die bisherigen Transportkapazitäten und die Gezeiten eingeschränkte Produktion des Offshore-Betriebs auf jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen Öl erhöhen. Derzeit können von der Bohrinsel nur höchstens 900.000 Tonnen jährlich gefördert werden. Bislang wird das Öl per Schiff an Land transportiert.

Im vergangenen Jahr wurden aus dem Feld Mittelplate insgesamt gut zwei Millionen Tonnen Öl gefördert, davon 850.000 Tonnen von der Bohrinsel. Von Land aus wurden mehr als 1,1 Millionen Tonnen gefördert. Das sind insgesamt fast 60 Prozent der deutschen Erdölförderung, die im vergangenen Jahr bei 3,5 Millionen Tonnen lag.

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