Prognose

Ökostrom-Umlage wird wohl auf hohem Niveau bleiben

Aufgrund der Förderung erneuerbarer Energien müssen die Verbraucher in Deutschland auch über das Jahr 2013 hinaus mit hohen Stromkosten rechnen. Für 2014 prognostizierten die Übertragungsnetzbetreiber am Donnerstag eine Ökostrom-Umlage zwischen 4,89 Cent und 5,74 Cent pro Kilowattstunde.

Steckdose© Birgit Reitz-Hofmann / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - In diesem Jahr liegt die Ökostrom-Umlage noch bei 3,592 Cent, schon 2013 steigt sie aber auf 5,277 Cent je Kilowattstunde. Mit der sogenannten EEG-Umlage werden die Kosten für die staatlich garantierte Einspeisevergütung für Ökostrom auf die Stromkunden umgelegt.

Wann die Ökostrom-Förderung gestoppt wird

Die Förderung wird für Solaranlagen gestoppt, sobald eine Spitzenleistung von 52 Gigawatt erreicht ist. Im Jahr 2017 könnte laut Übertragungsnetzbetreibern ein Ausbaustand von knapp 55 Gigawatt bei der Solarenergie erreicht sein. In Deutschland gebe es dann vermutlich Ökostrom-Anlagen mit einer Leistung von rund 111 Gigawatt.

Eine Konventionelle-Energien-Umlage wäre viel höher

Wie kürzlich eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft gezeigt hat, verursachen konventionelle Energien wie Kohle und Atom deutlich mehr Kosten als auf der Stromrechnung ausgewiesen werden. Verbraucher zahlen diese versteckten Zusatzkosten unter anderem über Steuern und Abgaben. Würde man die Kosten aufsummieren und auf die Verbraucher umlegen, läge diese Konventionelle-Energien-Umlage 2012 bei 10,2 Cent pro Kilowattstunde und wäre damit fast dreimal so hoch wie die derzeitige EEG-Umlage.

Quelle: AFP

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