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Ökostrom-Umlage für 2014 auf Rekordniveau

Die vier Betreiber von Höchstspannungsleitungen in Deutschland haben die über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien für 2014 bekannt gegeben. Der vorher durchgesickerte Wert von 6,307 Cent pro Kilowattstunde wurde leicht abgeändert - gleichwohl wurde eine Rekordhöhe erreicht.

Ökostrom© VRD / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Kurz vor der Veröffentlichung wurde die Ökostrom-Umlage noch einmal verändert, ursprünglich war von 6,307 Cent ausgegangen worden. Nun wurde ein Anstieg um rund einen Cent auf das Rekordniveau von 6,24 Cent je Kilowattstunde bekannt gegeben. Das bedeutet für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden, dass diese Zusatzkosten beim Strompreis von 185 auf rund 220 Euro steigen - hinzu käme zudem automatisch eine höhere Mehrwertsteuerbelastung.

Warum die Umlage gezahlt wird

Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen erhalten auf 20 Jahre garantiert eine feste Vergütung. Über die Umlage wird die Differenz zwischen dem am Markt für den Strom erzielten Preis und dem Vergütungssatz gewährt. Da die Preise an der Strombörse 2013 massiv gefallen sind, wachsen diese Differenzkosten.

Niedrige Börsenpreise, hoher Garantiepreis

In diesem Jahr ist aber nicht vorrangig der Bau neuer Wind- oder Solaranlagen für den erneuten Anstieg verantwortlich. Sondern ein paradoxer Effekt. Nach Branchenschätzungen liegt rund die Hälfte des Anstiegs im Einbruch der Börsenstrompreise begründet: Gibt es für den Ökostrom aber im Verkauf immer weniger Geld, wächst automatisch die Differenz zu den auf 20 Jahre festgelegten festen Vergütungssätzen.

Und damit die Umlage. Bisher betragen die Differenzkosten 20,3 Milliarden Euro pro Jahr. 2014 wird es mehr. Somit senkt der Zuwachs an Ökostrom und die weiter hohe Kohlestromproduktion zwar die Einkaufspreise für Strom - diese Ersparnisse werden aber kaum an die Verbraucher weitergegeben. Ihre Endkundenpreise steigen - auch durch eine automatisch mitsteigende Mehrwertsteuer und höhere Netzentgelte.

Solar-Ausbau ging sogar zurück

Besonders der Ausbau im Solarbereich ist in diesem Jahr geringer als 2012. Der Bundesverband erneuerbarer Energien (BEE) rechnet mit 3500 Megawatt (MW) an neuer Solarleistung, 2800 MW Windkraft an Land und 220 MW Windkraft auf See. Dieser Zubau schlägt laut BEE bei der um rund einen Cent steigenden Umlage nur mit etwa 0,15 Cent zu Buche. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt angesichts der hohen Kosten eine rasche Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes an.

Quelle: DPA

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