Ökostrom durch Preiskampf gefährdet

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Preiskampf auf dem liberalisierten Strommarkt macht es den Stromversorgern nahezu unmöglich, die Kosten der teureren Energien auszugleichen. Das sagte heute der Vorsitzende der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) Armin Geiß. Am ehesten Wettbewerbsfähig sei Wasserkraft. Hier lägen die Erzeugungskosten mit 10 bis 20 Pfennig je Kilowattstunde deutlich unter dem aller anderen regenerativen Energieträger. Allerdings aber mit etwa sieben Pfennig über dem der Atomkraft und Steinkohle. Chancenlos sei Strom aus Solarzellen, der 1,60 Mark pro Kilowattstunde koste und nur in Nischen Sinn mache. Windenergie sei höchstens in Küstennähe rentabel.


Dennoch plant der Verband den Ausbau erneuerbarer Energiequellen dennoch ausbauen. Bayern sei hier führend: Der Anteil von Strom aus Wasserkraft und anderen regenerativen Quellen liege im Freistaat bei 16%, im gesamten Bundesgebiet bei fünf Prozent. Der VBEW setze auf Subventionen durch Bund und Länder sowie auf Kunden, die für Ökostrom auch höhere Preise in Kauf nehmen.

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