Umweltstandards

Öko-Institut zieht ins Freiburger "Sonnenschiff"

Das Öko-Institut will zeigen, dass ökologischer Fortschritt nicht nur real machbar, sondern auch attraktiv ist und zieht deshalb ins "Sonnenschiff" in der prämierten Freiburger Solarsiedlung. Das "Sonnenschiff" braucht nur ein Zehntel der Energie, die konventionelle gewerbliche Gebäude benötigen, und deckt seinen geringen Energiebedarf vollständig aus alternativen Energien.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Im Jahr des 25jährigen Jubiläums setzt das Öko-Institut e.V. seine Statute weiter konsequent um und zieht in ein ökologisches Haus, das "Sonnenschiff". Die Umweltvereinigung will damit zeigen, dass ökologischer Fortschritt nicht nur real machbar, sondern gleichzeitig auch attraktiv ist.

Standort des sogenannten "Sonnenschiffs" des Architekten Rolf Disch ist die Solarsiedlung in Freiburg, ein preisgekröntes Konzept und einzigartig in Europa. Das Sonnenschiff selbst ist ein langgestreckter Baukörper, in dem sich der geplante Bürokomplex des Öko-Institut e.V. wie eine Schiffsbrücke präsentiert. Uwe Ilgemann, Geschäftsführer des Öko-Instituts. e.V. verdeutlicht die Dimension des Zukunftsprojekts: "Es geht uns darum, Umweltstandards für eine nachhaltige Gesellschaft zu setzen. Das Passivhaus ist die Lösung für die Energieprobleme im Bereich Bauen und Wohnen. Dieser Standard muss sich auch bei den gewerblichen Gebäuden durchsetzen. Wenn nur ein Jahr lang alle gewerblichen Neubauten in Deutschland nach dem Passivhausstandard gebaut würden, könnte der Kohlendioxid-Ausstoß allein dadurch jährlich um eine Million Tonnen niedriger ausfallen."

Das "Sonnenschiff" braucht nur ein Zehntel der Energie, die konventionelle gewerbliche Gebäude benötigen, und deckt seinen geringen Energiebedarf vollständig aus alternativen Energien. Das Öko-Institut sucht übrigens noch weitere Spender und private Darlehensgeber. Insgesamt werden die Kosten des Projekts derzeit auf 2,2 Millionen Euro beziffert.

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