Sicherheitsbedenken

Öffentlicher Erörterungstermin zu Temelin am 11. April in Passau

Am 11. April können betroffene Bürger in Passau ihre Einwände gegen das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin geltend machen. Bei dem Erörterungstermin kann die beteiligte deutsche Öffentlichkeit das Gutachten zu Temelin mit Vertretern des tschechischen Umweltministeriums, dem Gutachter, der Leiterin der tschechischen Atomaufsichtsbehörde sowie leitenden Mitarbeitern des Betreibers erörtern.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Unter Leitung der tschechischen Umweltbehörde findet am 11. April in Passau eine öffentliche Erörterung zum tschechischen Atomkraftwerk Temelin statt. Dabei haben Bürger aus Deutschland Gelegenheit, ihre gegen das Atomkraftwerk erhobenen Einwände mit Vertretern der tschechischen Behörden zu diskutieren.

Bei dem Erörterungstermin, der im Medienzentrum der Passauer Neuen Presse stattfindet, kann die beteiligte deutsche Öffentlichkeit das Gutachten zu Temelin mit Vertretern des tschechischen Umweltministeriums, dem Gutachter, der Leiterin der tschechischen Atomaufsichtsbehörde sowie leitenden Mitarbeitern des Betreibers erörtern. Zu dem Erörterungstermin werden auch Bürger aus Österreich erwartet. Bundesumweltminister Jürgen Trittin kritisierte erneut, dass die von tschechischer Seite im grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP-Verfahren) zur Verfügung gestellten Unterlagen für eine Prüfung der Auswirkungen der beantragten Bauänderungen auf die Sicherheit des Atomkraftwerks nicht ausreichen. Ebenso beanstandete Trittin, dass die Maßnahmen, die Gegenstand der UVP sind, aufgrund vorläufiger Genehmigungen bereits abgeschlossen und zum Teil nicht mehr zu korrigieren sind. "Unabhängig von den dürftigen Prüfunterlagen haben wir Informationen über zahlreiche Sicherheitsmängel in Temelin. Entscheidende Sicherheitsmängel z. B. an den Sicherungen der Hauptdampf- und Speisewasserleitungen und an einzelnen Sicherheitsventilen sind noch nicht behoben. Die Ursachen der Ereignisse, die Anfang Februar zu zahlreichen Fehlfunktionen betrieblicher und sicherheitstechnischer Systeme geführt haben, sind weiterhin nicht vollständig geklärt. Der Vorfall hat gezeigt, dass einzelne eingesetzte technische Einrichtungen nicht auslegungsgemäß gearbeitet haben. Temelin wäre in Deutschland nicht genehmigungsfähig. Die Stilllegung des Reaktors wäre nach wie vor die beste Lösung", forderte Trittin.

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