OBAG: Höchster Stromabsatz, weniger Umsatzerlöse

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Noch nie haben die Kunden der OBAG so viel Strom bezogen wie im Jahr 1999. Mit 12,253 Milliarden Kilowattstunden verzeichnete der ostbayerische Energiedienstleister eine Absatzsteigerung von rund 1,5 Prozent. Die 12-Milliarden-kWh-Grenze war im Jahr zuvor erstmals übertroffen worden. Zurückzuführen ist der Rekordabsatz einerseits auf die überdurchschnittlich kalte Witterung im Jahresverlauf, die vor allem den Verbrauch der Haushaltskunden beeinflusste, und zum anderen auf die positive konjunkturelle Entwicklung bei den Industriekunden. Diese so genannten letztverbrauchenden Sondervertragskunden waren in punkto Stromabnahme auch die stärkste Kundengruppe: Auf sie entfallen 34,9 Prozent des Absatzes, die kommunalen Weiterverteiler bezogen 34,2 Prozent und die Haushaltskunden 30,9 Prozent. Die Strombeschaffung der OBAG erfolgte im Jahr 1999 zu 82,1 Prozent von der Bayernwerk AG, zu 9,3 Prozent aus eigenen Erzeugungsanlagen und zu 8,6 Prozent von sonstigen, überwiegend regenerative Anlagen betreibenden Erzeugern.


Dem Wettbewerb auf dem liberalisierten Strommarkt begegnete die OBAG mit einer Preisanpassung in mehreren Stufen und einer weiteren Optimierung ihres regionalen Service-Konzepts. Die Strompreissenkungen für alle Kundengruppen schlugen sich allerdings auf das Geschäftsergebnis nieder. Trotz des hohen Stromabsatzes gingen die Umsatzerlöse um 8,4 Prozent auf 1,882 Milliarden Mark zurück. Mit einem strikten Kostenmanagement konnten die preisbedingten Erlösminderungen teilweise kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 1999 und den ersten sechs Monaten dieses Jahres wechselten etwa drei Prozent der rund 700 000 Privat- bzw. Haushaltskunden der OBAG.

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