NRW - Wirtschaftsminister Schwanhold: Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter bei Zukunftsenergien

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Bei der NRW-Länderwoche auf der EXPO in Hannover hat sich Nordrhein-Westfalen als wichtiges Zukunftsenergieland in Deutschland präsentiert. Dies sei einer der wichtigsten Erfolge der im April 1996 gegründeten Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Ernst Schwanhold, Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: "Die Landesinitiative Zukunftsenergien fördert das innovative Potenzial der Menschen in den Labors und bei den Firmen in NRW speziell im Bereich der zukunftsfähigen Energien. Für die Entwicklung und Markteinführung neuer Energietechnologien hat die nordrhein-westfälische Landesregierung seit 1988 mehr als 800 Millionen Mark für etwa 40 000 Förderprojekte aufgewendet. Diese Landesförderung zog weitere Investitionen von rund vier Milliarden DM nach sich. Neben der Solartechnologie, Wind- und Wasserenergiegewinnung, Biomasse und Brennstoffzelle fördern wir auch die Modernisierung von Kohlekraftwerken - innovative Energietechnologien für ein zukunftsfähiges NRW im Herzen Europas."


Ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Netzwerkarbeit der Landesinitiative ist der Bau von Europas größter Solarzellenfabrik mit einer Jahreskapazität von 25 MW in Gelsenkirchen durch Shell Solar. Auch die am 20. August 1999 eröffnete Akademie und der Energiepark Mont-Cenis in Herne-Sodingen genießen weltweiten Modellcharakter, sowohl architektonisch als auch energietechnisch. Das größte dachintegrierte Solarkraftwerk der Welt auf der Fortbildungsakademie des NRW-Innenministeriums soll jährlich bis zu einem Megawatt elektrische Leistung und 750 000 Kilowattstunden Strom liefern. Über 50 Kommunen aus NRW haben zudem seit 1997 Interesse am Leitprojekt "50 Solarsiedlungen in NRW" dokumentiert. Davon haben 19 den Status "Solarsiedlung in Planung" erhalten. Damit ist NRW beim Bauen mit der Sonne zum Spitzenreiter in Deutschland geworden.


28 000 Arbeitsplätze und sieben Milliarden Mark Umsatz in Deutschland werden in diesem Jahr nach Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien, Münster, durch Anlagenbau und Dienstleistungen rund um regenerative Energietechnologien erzielt. Nach Schätzungen der Landesinitiative Zukunftsenergien sind allein in NRW bei etwa 1100 Firmen mehr als 10 000 Beschäftigte in diesem Bereich tätig. Ernst Schwanhold: "Zukunft kann man gestalten - und in Nordrhein-Westfalen wurden optimale Bedingungen geschaffen, den Zukunftsenergien auch eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen. Weil wir immer wieder neu denken - und dann entschlossen handeln."

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