Marktchancen für heimische Wirtschaft

NRW will Spitzenstellung bei regenerativen Energien ausbauen

Etwa 220 Teilnehmer diskutierten heute im Wissenschaftspark Gelsenkirchen über das Marktpotenzial erneuerbarer Energien und die Perspektiven für den Standort Nordrhein-Westfalen. Das Treffen war eine Fortsetzung der "renewables 2004"-Konferenz vom Juni in Bonn.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Gelsenkirchen (ddp-nrw/sm) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung will kleine und mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung und besseren Nutzung erneuerbarer Energien verstärkt unterstützen. "NRW hat eine Spitzenstellung bei den regenerativen Energien, die wir weiter ausbauen. Erneuerbare Energien bieten große Marktchancen für die heimische Wirtschaft", sagte NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) heute auf einer Konferenz im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Derzeit gibt es in NRW nach Angaben des Umwelt- sowie des Energieministeriums fast 15 000 Arbeitsplätze in 2100 Unternehmen allein im Bereich der regenerativen Energien. Die in NRW ansässigen Hersteller seien international konkurrenzfähig, hieß es weiter. So liege die Exportquote bei der Windenergie bei fast 35 Prozent - bei den Photovoltaikprodukten erreiche sie bis zu 75 Prozent. Nach Angaben der zuständigen Ministerien bietet das Land NRW zudem bei der Nutzung von Biomasse - zum Beispiel Holz und Biogas - bundesweit die besten Fördermöglichkeiten.

Etwa 220 Teilnehmer diskutierten in Gelsenkirchen über das Marktpotenzial erneuerbarer Energien und die Perspektiven für den Standort Nordrhein-Westfalen. Das Treffen war eine Fortsetzung der "renewables 2004"-Konferenz vom Juni in Bonn. NRW-Energieminister Axel Horstmann (SPD) zeigte sich dabei überzeugt, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland werde dazu beitragen werde, dass der Ausbau dieser Energiequellen und die Steigerung ihrer Effizienz "weiter an Fahrt gewinnen" wird.

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