Jahrestagung

NRW will Spitzenland in Sachen Brennstoffzellentechnologie werden

Erste Bilanz der staatlichen Förderung: 30 Millionen Mark Fördermittel zogen Investitionen von 80 Millionen Mark nach sich.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Anlässlich der ersten Jahrestagung des "Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle Nordrhein-Westfalen" in Herne erläuterte der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ernst Schwanhold, dass die bisher vom Ministerium bewilligten 30 Millionen Mark Fördermittel für 17 Brennstoffzellen-Projekte Investitionen von insgesamt 80 Millionen Mark zur Folge hatten. Ziel sei es, den Produktionsstandort so zu erweitern, dass eine Brennstoffzellenstackproduktion aufgebaut werden könne.

Die Landesregierung NRW sieht großes Entwicklungspotenzial in den Bereichen Brennstoffzellen, Wasserstoff- und Solartechnologie, Biomassenutzung und insbesondere Grubengasnutzung, die in NRW kräftig ausgebaut werden soll. Nach den Schätzungen der Landesinitiative sind bei rund 1200 Firmen in Nordrhein-Westfalen im Bereich erneuerbarer Energietechnologien etwa 10.000 Menschen beschäftigt - mit steigender Tendenz.

Professor Detlef Stolten, Leiter des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle NRW, erwartet bis ins Jahr 2010 nachhaltige Veränderungen. Erste technisch sinnvolle Aggregate könne es bereits in drei bis vier Jahren geben; eine Marktdurchdringung sei für das nächste Jahrzehnt zu erwarten. Besondere Bedeutung würden die Zellen in den Bereichen Transport und Hausenergie sowie bei Portablen Systemen haben. So könne beispielsweise in Zukunft auch die Energieversorgung für Mobiltelefone oder Laptops über Brennstoffzellen hergestellt werden.

An der Jahrestagung beteiligen sich rund 130 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um über die Fortschritte der letzten zwölf Monate zu diskutieren. Sie beraten über Themen wie "Stack-Design", "Brennstoffzellen-Gesamtsystem", "Marketing" und "Elektrotechnik". Eine Hauptaufgabe des Netzwerkes wird es sein, weitere Akteure einzubinden und neue Projekte zu initiieren. Interessierte Unternehmen und Institute sind weiter zur Mitarbeit eingeladen.

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