Modellregion

NRW will 250.000 Elektroautos bis zum Jahr 2020

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium will laut einem Pressebericht bis zum Jahr 2020 mindestens 250.000 Elektroautos auf den Straßen an Rhein und Ruhr rollen sehen. Für die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich stünden bis zu 60 Millionen Euro als Unterstützung zur Verfügung.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen/Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Wie die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, formulierte das Land dieses Ziel in einem Brief an das Bundesverkehrsministerium. Die Bundesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 rund eine Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf die Straßen zu bringen.

Nach dem Willen von Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) soll das Rhein-Ruhr-Gebiet den Angaben zufolge zur "Modellregion Elektromobilität" entwickelt werden. Die Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität will das Land bis zum Jahr 2020 mit bis zu 60 Millionen Euro unterstützen.

Das Konzept des Landeswirtschaftsministeriums sieht die Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen aus NRW vor. Genannt werden unter anderem die Autobauer Opel und Ford, die Energiekonzerne RWE und BP, zahlreiche Stadtwerke sowie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Eine wichtige Rolle sollen außerdem die Forschungsstandorte Aachen und Münster spielen. Ausdrücklich hervorgehoben wird, dass sich der Elektro-Opel Ampera bereits in der Fertigungsvorbereitung befinde und "eine breite Markteinführung in der Modellregion ab Mitte 2011" vorgesehen sei.

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