Kohleausstieg kompensieren

NRW unterstützt RAG-Projekt an Kohlestandorten

Das außerbetriebliche Projekt "Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten" wird auch in diesem Jahr von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens unterstützt. Wie die RAG Bildung GmbH mitteilte, überreichte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gestern den Förderbescheid für 235 Ausbildungsplätze.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamm (ddp-nrw/sm) - Das Land fördert das Vorhaben mit 2,05 Millionen Euro, zudem unterstützt die RAG-Stiftung das Projekt. Den Angaben zufolge war das Projekt im Februar 2008 gestartet, um die im Zuge der kohlepolitischen Beschlüsse erfolgte Reduzierung der Ausbildungsplätze im Bergbau zu kompensieren. Aufgrund des guten Verlaufs wird das Programm in diesem Jahr fortgesetzt. Dabei wurde die Zahl der geförderten Ausbildungsplätze um 30 erhöht.

"Dort, wo strukturelle Arbeits- und Ausbildungsplätze verloren gehen, dort müssen auch strukturelle Ansätze geschaffen werden, um neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen", sagte Laumann. Die Unterstützung durch das Land sei "ein positives Signal für die Bergbauregionen", erklärte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hubertus Schmoldt.

Im Februar 2008 war das Projekt für 205 junge Menschen, die keinen regulären Ausbildungsplatz bei der RAG gefunden hatten, gestartet. Ausgebildet werden die Lehrlinge in Bergwerken in Hamm, Kamp-Lintfort, Bottrop und Marl sowie an den Standorten der RAG Bildung. Den Angaben zufolge konnten knapp 60 Projektteilnehmer im ersten Jahr in ein betriebliches Arbeitsverhältnis vermittelt werden. Die frei gewordenen und die 30 zusätzlichen Ausbildungsplätze sollen nun bis Ende März besetzt werden.

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