Giftige Rostschutzfarbe

NRW-Umweltministerium empfiehlt Kennzeichnung von Strommasten

Je nach Bodenbelastung durch giftige Rostschutzfarben sollen die Strommasten in Nordrhein-Westfalen künftig mit Rot, Gelb oder Grün gekennzeichnet werden. Entsprechende Handlungsempfehlungen gab das Umweltministerium an die Kommunen. Mit den Empfehlungen solle ein landesweit einheitliches Vorgehen sichergestellt werden, hieß es.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Mit Rot sollen demnach solche Masten gekennzeichnet werden, bei denen ein Verdacht auf Bodenbelastung besteht. Mit Gelb würden solche Masten markiert, bei denen ein solcher Verdacht noch abzuklären sei. Ein grünes Kennzeichen erhalten solche Masten, deren Umgebung unbedenklich ist.

Bei Rot und Gelb werde den Bodenschutzbehörden der Kommunen empfohlen, noch einmal zu prüfen, ob die Masten in sensiblen Bereichen wie auf Privatgelände stehen. Das sei in NRW bislang bei zwölf Masten der Fall. Stehen Masten mit rotem oder gelbem Signet auf landwirtschaftlichen Flächen, sei in dem Handlungskonzept eine vorsorgliche Kalkung der Böden vorgesehen. Dadurch könne das Blei im Boden besser gebunden werden. Für die Kosten kommt der Energieversorger RWE auf.

Die für die Bodenbelastungen verantwortlichen bleihaltigen Korrosionsschutzanstriche sind laut Ministerium in der Vergangenheit in Deutschland branchenübergreifend bei Stahlkonstruktionen eingesetzt worden. Das Blei gelangte vermutlich über Regenwasser oder bei Renovierungsarbeiten in den Boden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind insbesondere Bereiche um ältere Stromleitungsmasten mit Baujahren vor 1972 betroffen. Nach RWE prüft zurzeit auch E.ON, ob es zu Belastungen des Bodens kommen kann.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Münsterland: Stromversorgung soll bis zum Abend wieder hergestellt sein

    Der Vorstandsvorsitzende von RWE Energy, Berthold Bonekamp, hat angekündigt, dass im Münsterland ab Mittwochabend alle Haushalte wieder mit Strom versorgt werden können. Er bekräftigte zugleich, dass der Konzern für Schäden der Stromkunden nicht aufkommen werde.

  • Energieversorung

    NRW-Kabinett beschließt neuen Windkraftanlagen-Erlass

    Wie angekündigt hat die nordrhein-westfälische Landesregierung gestern einen neuen Windkraftanlagen-Erlass verabschiedet. Damit will Schwarz-Gelb die Errichtung von Windrädern einschränken. Künftig kann ein Mindestabstand von 1500 Metern zugewiesen und die Nutzung in Grünzügen untersagt werden.

  • Stromtarife

    Düsseldorf: Call-Option für RWE-Aktien

    Düsseldorf will seine Beteiligung am größten deutschen Energieversorger RWE verkaufen, und das möglichst gewinnbringend. Dazu liegt dem Stadtrat jetzt eine Beschlussvorlage vor, in der die Abgabe der knapp 5,7 Millionen Aktien üb er eine sogenannte Call-Option vorgesehen ist.

Top